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Einleitung

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Zusammenfassung

Die Forschungsobjekte der Mineralogie sind natürliche stoffliche Systeme, in denen als Folge von Druck-, Temperatur- und Zusammensetzungsänderungen verschiedene Prozesse ablaufen können. Abkühlungen der Magmen führen zu Kristallisation, steigende Drücke und Temperaturen während einer Metamorphose bedingen Phasenumwandlungen und Mineralreaktionen, stoffliche Zufuhr während einer Metasomatose verursacht Änderungen der Zusammensetzungen und setzt ebenfalls Mineralreaktionen in Gang. Diese Vorgänge können nicht direkt beobachtet werden. Zugänglich sind nur die Ergebnisse der vormals stattgefundenen Prozesse. Um Rückschlüsse auf die Vorgänge selbst ziehen zu können, braucht man Methoden, mit denen das Verhalten mineralogischer Systeme unter aufgeprägten äußeren Bedingungen erfaßt werden kann. Dies ist der Grund für die Anwendung der Thermodynamik in der Mineralogie. Dieser Wissenschaftszweig bietet Methoden an, mit deren Hilfe Auskünfte über Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten von Prozeßabläufen in Systemen unter den vorgegebenen Bedingungen wie Druck, Temperatur und Zusammensetzung gewonnen werden können. Umgekehrt liefern solche Auskünfte unter Umständen die Bildungsbedingungen einer Paragenese und tragen somit zur Rekonstruktion geologischer Prozesse bei.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Mineralogie und KristallographieTU BerlinBerlin 12Deutschland

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