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Die Rehabilitation bei Demenzprozessen im höheren Lebensalter

  • H. Lauter
  • R. Zimmer
  • A. Kurz
  • M. Müllers-Stein
  • L. Feldmann
Conference paper

Zusammenfassung

Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, ist in der Gruppe der 65jährigen und Älteren relativ groß. Etwa 5% dieses Personenkreises leiden an mittelgradigen und schweren Formen der Demenz; bezogen auf die Bundesrepublik sind dies gegenwärtig mindestens eine halbe Million Menschen. Bei den Höchstaltrigen ist das Krankheitsrisiko noch größer; wer das 80. Lebensjahr erreicht, hat eine 20% ige Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken. Wir stehen also einer Epidemie gegenüber, deren Ausmaß sich, wenn man die Modellrechnungen der Bevölkerungsentwicklung zugrunde legt, in den nächsten Jahren noch vergrößern wird. Abgesehen von den schwerwiegenden ökonomischen Folgen führt die Demenz beim unmittelbar Betroffenen zur Beeinträchtigung wichtiger Gedächtnis-, Orientierungs- und Verstandesleistungen, zum Verlust der Selbständigkeit und damit zur Bedrohung und Infragestellung der eigenen Identität. Für die Angehörigen bedeutet die Demenz eines Familienmitgliedes ein hohes Maß an pflegerischen Anforderungen, emotionalen Belastungen und leidvollen Erfahrungen. Etwa 80% der an einer Demenz erkrankten alten Menschen befinden sich nicht in einer Institution; sie leben mitten unter uns und werden weitgehend von ihren Familienangehörigen betreut. Andererseits werden mindestens ein Viertel der Plätze in geriatrischen Langzeitinstitutionen von dementen Patienten eingenommen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • H. Lauter
  • R. Zimmer
  • A. Kurz
  • M. Müllers-Stein
  • L. Feldmann

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