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Suizid im Alter: Brauchen wir eine neue ‘Ars moriendi’?

  • Arthur E. Imhof
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Part of the Internationale Kasseler Gerontologische Gespräche book series (GERONT.GESPR., volume 2)

Zusammenfassung

Angesichts der versammelten Sachkompetenz auf dieser Zweiten Kasseler Gerontologietagung kann es nicht die Aufgabe eines Historikers sein, Stellung zu gerontolo- gischen, soziologischen, psychologischen, medizinischen, ökonomischen und dergleichen Aspekten des Themas „Suizid im Alter“ mehr zu nehmen. Ebenso wenig aber ist es — wie vom einen oder anderen vielleicht erwartet — meine Absicht, zu einem Exkurs über „Altersselbstmord in der Geschichte“ auszuholen. Nicht daß es keine Quellen zu diesem Thema gäbe. Auch wären bei gehöriger Quellenkritik hinsichtlich der lange Zeit üblichen staatlich-kirchlichen Pönalisierung sowie der gesellschaftlichen Ächtung von Selbsttötungen mit entsprechenden Vertuschungsversuchen substantielle Aussagen m.E. durchaus möglich. Man erinnere sich daran, daß schon die frühesten Todesursachenformulare des ersten Statistischen Zentralbüros der Welt (Stockholm 1749) eine eigene Rubrik für Suizide aufwiesen. Wie in allen anderen Rubriken waren auch hier die Eintragungen nach Strebealter und Geschlecht vorzunehmen.

Keywords

Ars moriendi (the art of dying) medieval depictions of dying ars vivendi (art of living) 

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Literatur- und Anmerkungshinweis

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG, Darmstadt 1992

Authors and Affiliations

  • Arthur E. Imhof
    • 1
  1. 1.Fachbereich Geschichtswissenschaften, Friedrich-Meinecke-InstitutFreie Universitat BerlinBerlin 33Deutschland

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