Interaktionen der Tokolyse und fetalen Lungenreifung

  • F. Wolff
  • J. H. Fischer
Conference paper

Zusammenfassung

Aufgrund der zahlreichen experimentellen Untersuchungen und klinischen Studien sind heute die Betamimetika als Mittel der Wahl zur Behandlung der vorzeitigen Wehentätigkeit und drohenden Frühgeburt anzusehen. Trotz der weltweiten Anwendung dieser Therapieform ist die betamimetische Tokolyse wegen der potentiellen Nebenwirkungen weiterhin in intensiver Diskussion, insbesondere da die Häufigkeit von Frühgeburten insgesamt nur unwesentlich abgenommen hat. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Daten der Rheinischen Perinatalerhebung von über 150000 Geburten der Jahre 1982 bis 1984 (Tabelle 1). Während bei 4–5% der Patientinnen eine Cerclage oder eine Induktion der fetalen Lungenreifung durchgeführt wurde, betrug die Anzahl der oral wehenhemmend behandelten Frauen 10%. 7% der Schwangeren wurden intravenös tokolytisch therapiert, allerdings der überwiegende Teil weniger als 15 Tage. Trotz dieser intensiven Behandlung betrug die Rate der Frühgeborenen mit einer Tragzeit von weniger als 37 Schwangerschaftswochen unverändert 4,6-4,9%.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Bender H G, Goeckenjan G, Meger Ch, Müntefering H (1977) Zum mütterlichen Risiko der medikamentösen Tokolyse mit Fenoterol. Geburtsh Frauenheilk 37: 665–674PubMedGoogle Scholar
  2. 2.
    Elliott H R, Abdulla (1978) Pulmonary oedema associated with ritodrine infusion and betamethasone administration in premature labour. Brit Med J 2: 799–800PubMedCrossRefGoogle Scholar
  3. 3.
    Fischer J H, Wolff F, Günther W (1982) Cardiopulmonary effect of fenoterol and betamethasone in pregnant beagles — investigations using implanted catheters in conscious animals. In: Jung H, Lamberti G (eds): Beta-mimetic drugs in Obstetrics and Perinatology. Thieme-Verlag: 123–129Google Scholar
  4. 4.
    Fischer J H, Wolff F (1983) Nebenwirkungen der Glukokortikoidgabe zur Beschleunigung der fetalen Lungenreifung unter Tokolyse. In: Ludwig H, Heilmann L (Hrsg) Wehenhemmung. Springer: 128–136Google Scholar
  5. 5.
    Grospietsch G, Grindt J, Fenska M, Kuhn W (1980) Zur Frage des Lungenödems bei der tokolytischen Therapie. Geburtsh Frauenheilk 40: 55–64PubMedCrossRefGoogle Scholar
  6. 6.
    Jung H, Abramowski P, Klöck F K, Schwenzel W (1971) Zur Wirkung a und β-adrenergischer Substanzen am menschlichen Uterus und Nebenwirkungen auf Mutter und Kind. Geburtsh Frauenheilk 31: 11PubMedGoogle Scholar
  7. 7.
    Stubblefield P G (1978) Pulmonary edema occuring after therapy with dexamethasone and terbutaline for premature labor: a case report. Am J Obstet Gynecol 132: 341–342PubMedGoogle Scholar
  8. 8.
    Wolff F, Meier U, Bolte A (1979) Untersuchungen zum Pathomechanismus schwerer kardiopulmonaler Komplikationen unter tokolytischer Behandlung mit β-adrenergen Substanzen und Betamethason. Z Geburtsh Perinat 183: 343–347Google Scholar
  9. 9.
    Wolff F, Carstens V, Fischer J H (1984) Die Frühgeburt. Möglichkeiten und Probleme der Behandlung. Gedon & Reuss MünchenGoogle Scholar

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1986

Authors and Affiliations

  • F. Wolff
    • 1
  • J. H. Fischer
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik KölnKöln 41Germany

Personalised recommendations