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Hämodynamische Wirkungen einer selektiven Betarezeptorenblockade beim Herzinfarkt

  • A. Wirtzfeld
  • G. Klein
  • W. Delius
  • D. Sack
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung book series (2849, volume 44)

Zusammenfassung

12 Patienten mit 3–10 Stunden alten Myokardinfarkten wurden mit Metoprolol (10 mg intravenös gefolgt von achtstündlich 50 mg oral) behandelt, und es wurden die Auswirkungen dieser Therapie auf die Hämodynamik während der folgenden 48 Stunden untersucht. Als bedeutsamste Effekte fanden sich eine Verlangsamung der Herzfrequenz um 16% und eine Abnahme des Herzzeitvolumens um 27%, wohingegen der Blutdruck und das Schlagvolumen nur wenig absanken und der Pulmonalkapillarmitteldruck keine signifikanten gerichteten Veränderungen erkennen ließ. Auch Patienten mit initial deutlich erhöhtem linksventrikulärem Füllungsdruck tolerierten die Betarezeptorenblockade, ohne daß es zu einem weiteren Druckanstieg kam. Da die Arbeitsbelastung des linken Ventrikels insgesamt deutlich abnimmt (Schlagarbeit -15%, Minutenarbeit - 31%) und die für die Koronarperfusion entscheidende Diastole länger wird, ohne daß der diastolische Aortendruck abfällt, kann von einer frühzeitigen Anwendung von Betarezeptorenblockern eine günstige Wirkung im Sinne einer Verminderung des Sauerstoffdefizits im Infarktherzen erwartet werden.

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG Darmstadt 1978

Authors and Affiliations

  • A. Wirtzfeld
    • 1
  • G. Klein
    • 1
  • W. Delius
    • 1
  • D. Sack
    • 1
  1. 1.I. Med. Klinik der Technischen UniversitätMünchenGermany

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