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Begriff und geometrische Bedeutung

  • Hugo Sirk
  • Max Draeger

Zusammenfassung

In der Einleitung wurde gezeigt, daß die Naturgesetze in mathematischer Hinsicht Funktionen sind. Als Beispiel dafür nannten wir u. a. das Gesetz
$$ W = 0,24R{I^2} $$
(1)
der von einem elektrischen Strom erzeugten Wärme und fügten hinzu, daß der Widerstand R als konstant angesehen werden solle. Das war eine damals notwendige Einschränkung; denn die Formel besagt in Worten: Die Stromwärme ist proportional dem Widerstand und dem Quadrat der Stromstärke. Das ist der ganze Inhalt des Gesetzes. In ihm ist ausgedrückt, daß Stromstärke und Widerstand Veränderliche sind. Mit jeder Änderung von I und R ändert sich W. W ist abhängig veränderlich von I und R. Bei der experimentellen Erkenntnis des Gesetzes wird man schrittweise vorgehen und zwei verschiedene Versuchsreihen durchführen, indem man bei konstantem Widerstand die von verschiedenen Stromstärken erzeugten Stromwärmen und zum anderen bei konstanter Stromstärke die Stromwärmen in Leitern von verschiedenem Widerstande mißt. Aus beiden Teilergebnissen läßt sich sodann das vollständige Gesetz zusammensetzen. Man untersucht also zunächst die Teilveränderungen oder partiellen Veränderungen und erschließt aus ihnen das Gesetz der totalen Veränderung.

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Copyright information

© Theodor Steinkopff, Dresden 1971

Authors and Affiliations

  • Hugo Sirk
    • 1
  • Max Draeger
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.PotsdamDeutschland

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