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Pouch pp 24-25 | Cite as

Die Funktion des Magens als Reservoir-Organ

  • L. M. A. Akkermans
Conference paper

Zusammenfassung

Die Hauptfunktion des Magens besteht darin, die Nahrung in den Dünndarm zu transportieren und zwar in einer Konsistenz und in Portionen, die eine optimale Assimilation durch Verdauungssäfte und Enzyme sowie eine optimale Absorption ermöglicht. Um den Ansprüchen des Dünndarms zu genügen, müssen der proximale und distale Magenanteil als Reservoir in idealer Weise harmonieren. Im proximalen Magenanteil kommt es nach dem Schluckakt zu einer Inhibition tonischer und phasischer Kontraktionen. Diese kurzzeitige Inhibition wird als „rezeptive Relaxation“ bezeichnet, diese dauert ungefähr 20 Sekunden an. Der intragastrale Druck steigt dann im weiteren jedoch nicht proportional zum Volumen des Mageninhaltes an. Um den intragastralen Druck niedrig zu halten, muß also der proximale Magen relaxieren. Bei dieser Relaxation handelt es sich um einen lang andauernden Prozeß, der als „adaptive Relaxation“ bezeichnet wird. Im Magenkorpus und Fundus aktiviert ein langsamer Druckanstieg Mechanorezeptoren, die ein afferentes Signal über den Grad der Magenwanddehnung generieren. Im Antrum werden darüber hinaus Informationen über die Amplitude, die Häufigkeit und die Dauer von Magenwandkontraktionen registriert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • L. M. A. Akkermans

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