Probleme und Planung der Basaliomexzision

  • H. Breuninger
Conference paper
Part of the Fortschritte der operativen Dermatologie book series (OP.DERMATOLOGIE, volume 3)

Zusammenfassung

Da die Radikalexzision des Basalioms eine lokale Dauerheilung bedeutet, sollte der Eingriff so geplant werden, daß dies mit möglichst wenig Aufwand erreicht werden kann. Um die Probleme zu prüfen und entsprechende Richtlinien zu erarbeiten wurden bei 1183 Basaliomen die klinische Größe und der bei der Exzision eingehaltene Sicherheitsabstand entlang der Tumorgröße in mm erfaßt. Außerdem wurde im histologischen Präparat die Eindringtiefe festgestellt. Zum Nachweis einer radikalen bzw. nicht radikalen Exzision diente die histologische Schnittrandkontrolle. Aufgrund des Datenmaterials kann gesagt werden, daß bei Basaliomexzisionen der Sicherheitsabstand individuell gestaltet werden kann, wenn eine suffiziente histologische Totalkontrolle des Exzisates durchgeführt wird. Er sollte jedoch 2 mm nicht unterschreiten. Günstig im Hinblick auf eine primär radikale Exzision erscheint ein Sicherheitsabstand um 3 mm bei Tumoren bis 6 mm Größe, von 4 mm bei Tumoren bis 15 mm Größe und von 5 mm bei Tumoren die größer sind. Die Exzisionstiefe sollte immer unterhalb der Subkutis liegen. Ist die Basaliomausdehnung unklar (szirrhöses Basaliom, Rezidivbasaliom) oder muß bei speziellen Gesichtsbasaliomen besonders gewebeschonend operiert werden, empfehlen wir einen kleinen Sicherheitsabstand, und gezielte Nachexzision bei zweizeitigem Vorgehen. Nach diesem Verfahren liegt die Rezidivquote bei derzeit 2 Promille.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • H. Breuninger

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