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Zur Diagnostik der Individualität des Kranken und seiner Familie

  • E. Sturm
Part of the Patientorientierte Allgemeinmedizin book series (NEUE ALLGEMEIN., volume 3)

Zusammenfassung

Oben wurde bereits ausführlich begründet, warum der Arzt vor Ansetzen einer Therapie die Individualität des Patienten sehr viel genauer berücksichtigen müßte, als das bisher üblich ist. Es wurde erwähnt, warum erfahrene Hausärzte schon immer auf die Individualität jedes Patienten eingegangen sind und weshalb sie seine körperlichen, seelischen, sozialen und menschlichen Besonderheiten in ihre therapeutischen Entscheidungen einbezogen haben. Sie taten dies allerdings bisher ohne Schulung und Regeln, sondem je nach Einfühlungsvermögen, Intuition und Erfahrung. Die dazu notwendigen Informationen über die Individualität der Patienten und deren Familien wurden unsystematisch erhoben. Oft blieb es dem Zufall überlassen, ob aile einschlägigen Daten vollständig bekannt wurden. Die Dokumentation unterblieb meist, da es sich ja um krankheitsunabhängige Befunde handelte, die jeder Hausarzt im Kopf speicherte, zumal er nie gelemt hatte, wie man diese Individualdaten systematisch sammelt. Weil Hausärzte gewöhnt waren, die Individualität intuitiv und nicht rational-analytisch zu erfassen, konnten sie ihr von den Schulregeln abweichendes Handeln in den wenigsten Fällen begründen. Deshalb wird bis heute jegliches Individualisieren von strengen Wissenschaftlem abgelehnt: die Ergebnisse seien zufällig, nicht vorhersagbar, also unwissenschaftlich und somit auch nicht lehrbar.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • E. Sturm

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