Klinische Studie zur Kieferkammrekonstruktion mit dem Knochenersatzmaterial Hydroxylapatit

  • H.-D. Pape
  • K. L. Gerlach
  • G. Steegmann
  • H. R. Krause
Conference paper
Part of the Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie 7. bis 9. November 1985, Köln book series (PLASTISCHE CHIR, volume 23)

Zusammenfassung

Unter den verschiedenen Kalziumphosphaten hat sich Hydroxylapatit mit der chemischen Zusammensetzung Cal0 (PO4)6 (OH)2 aufgrund seiner guten Biokompatibilität gegenüber organischem Gewebe und seiner besonderen physikalischen Eigenschaften (hohe Druckfestigkeit, nicht resorbierbar) im Tierexperiment als geeignetes Knochenersatzmaterial erwiesen, das in der Mund-,Kiefer-und Gesichtschirurgie zunehmendes Interesse findet (de Groot 1985; Steegmann u. Pape 1985). Insbesondere ist die Eignung des Hydroxylapatits in Granulatform zur Auffüllung von Kieferdefekten sowohl im zahnlosen Alveolarkamm als auch im Parodontalbereich geprüft worden, da die bisher bekannten Operationstechniken unter Verwendung von Knorpel und Knochen zur direkten Erhöhung des Alveolarfortsatzes mit vielen Nachteilen verbunden sind. Die Granula weisen eine Größe von etwa 1 mm (= 1 000 Mikron) Durchmesser auf, die in der Häufung Hohlräume in der Art von Makroporen mit einem Durchmesser von < 1 mm bilden. Die Augmentation des Kieferkamms mit Hydroxylapatit wurde zunächst Anfang der 80er Jahre in den USA durchgeführt und fand im Jahre 1983 auch Eingang in verschiedenen Kliniken Europas (Jarcho 1981; Kent et al. 1982, 1983; Osborn 1983; Dielert et al. 1985; Krüger 1985).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Dielert E, Fischer-Brandies E, Nentwig G-H (1985) Ein Wandel bei der Indikationstel-lung zur aufbauenden Kammplastik. Dtsch Z Mund Kiefer Gesichschir 9:305Google Scholar
  2. Groot K de (1985) Die klinische Anwendbarkeit von Calciumphosphatkeramiken.Zahnärztl Mittlg 75:1938Google Scholar
  3. Jarcho M (1981) Calcium phosphate ceramics as hard tissue prothetics. Clin Orthop 157:259PubMedGoogle Scholar
  4. Kent JN, Quinn JH, Zide MF, Finger IM, Jarcho M, Rothstein SS (1982) Correction of alveolar ridge deficiencies with non-resorbable hydroxylapatite. J Am Dent Assoc 105:993PubMedGoogle Scholar
  5. Kent J-N, Zide MF, Guerra LR, Boyne PJ (1983) Alveolar ridge augmentation using non-resorbable hydroxyl apatite with or without autogenous cancellous bone. J Maxillofac Surg 45:629Google Scholar
  6. Krüger E (1985) Alveolarkammaufbau im Unterkiefer mit Hydroxylapatit-Keramik. Dtsch Z Mund Kiefer Gesichtschir 9:194PubMedGoogle Scholar
  7. Osborn JF (1983) Hydroxylapatitkeramik — ein osteotroper Werkstoff für den Knochenersatz. Fortschr Kiefer Gesichtschir 28:37Google Scholar
  8. Steegmann B, Pape H-D (1985) Hydroxylapatit Knochenersatzmaterial im Kieferbereich. Zahnärztl Mittlg 75:1933Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • H.-D. Pape
    • 1
  • K. L. Gerlach
    • 1
  • G. Steegmann
    • 1
  • H. R. Krause
    • 1
  1. 1.Abteilung für Mund- und Kieferchirurgie der Zahn- und Kieferklinik KölnKöln 41Deutschland

Personalised recommendations