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Die Begleitung von Projekten der Therapieforschung durch die medizinische Biometrie

  • N. Victor

Zusammenfassung

Im Programm der Bundesregierung „Forschung und Entwicklung im Dienste der Gesundheit“ wurde die medizinische Biometrie als wichtige Komponente zur Erreichung der Programmziele hervorgehoben, womit erstmals für die Bundesrepublik Deutschland einer Entwicklung in der klinischen Forschung Rechnung getragen wurde, die in anderen Ländern schon abgeschlossen ist. Als Folge flossen Mittel in nicht unerheblichem Umfang in biometrische Forschungseinrichtungen, und in fast allen Bereichen des Programms wurden auch biometrische Komponenten gefördert. Die Beteiligung von Biometrikern an den Forschungsarbeiten in den einzelnen Bereichen war jedoch sehr unterschiedlich. Besonders bedeutsam war die Förderung der Biometrie im Bereich der Therapieforschung, was sich u. a. in der Schaffung eigenständiger Zentren zur methodischen Betreuung von Therapiestudien manifestierte. Ich habe eines dieser Zentren an meinem Institut — mit starker Unterstützung aus dem genannten Forschungsprogramm — aufgebaut und meine Erfahrungen mit dem Forschungsprogramm aus den Arbeiten dieses Zentrums gewonnen. Meine Wertung des bisher Erreichten und die daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Fortschreibung des Programms beschränken sich daher auf die Therapieforschung, die allerdings viele Berührungspunkte mit anderen Bereichen des Programms — z. B. Früherkennung (Risikogruppen, Prognose) und Diagnostik — hat und nicht losgelöst von diesen betrachtet werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • N. Victor

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