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Bedeutung von Grundlagenforschung und klinischer Pharmakologie für die Arzneitherapie

  • J. C. Fröhlich

Zusammenfassung

Kaum ein Bereich der Medizin wird so heftig und kontrovers diskutiert wie die Arzneitherapie. Bei dieser Diskussion stehen sich die Gegner mit gewichtigen Argumenten gegenüber: Die derzeit betriebene Arzneitherapie sei die beste, die je dagewesen ist, die Ausrüstung an Arzneimitteln hoher Wirksamkeit sei nie besser gewesen. Auf der anderen Seite wird auf die erheblichen Nebenwirkungen, die hohen Kosten, die zur Entwicklung notwendigen Tierversuche hingewiesen. Die besondere Brisanz erhält die Diskussion allerdings weniger von der sachlichen als von der emotionellen Seite her. Der Patient — und potentiell sind wir ja alle Patienten — richtet an unser Gesundheitswesen eine Erwartung, die, so wie der Stand der Entwicklung ist, sehr hoch angesetzt ist und die deshalb bei Versagen der Therapie oder gar beim Eintritt unerwünschter Wirkungen stark enttäuscht wird. Eine Versachlichung der Diskussion ist wünschenswert und kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden, die aber alle eine interessensfreie Aufklärung der Öffentlichkeit über Nutzen und Risiken der derzeit angewandten Therapie als zentrales Thema beinhalten müssen. Das Buch Bittere Pillen ist als Folge eines Informationsdefizits zum Verkaufserfolg geworden, nicht wegen der in dem Buch enthaltenen wissenschaftlichen Neuigkeiten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • J. C. Fröhlich

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