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Die Behandlung

  • Friedrich Horst Degenring

Zusammenfassung

Normalerweise soll der unblutig gemessene Brachialarteriendruck nach Riva-Rocci-Korotkoff an beiden Armen seitengleich und in Herzhöhe einen Wert von 140/90 mm Hg nicht überschreiten. Werte bis 160/95 mm Hg werden als Grenzwerthypertonie (borderline hypertension) bezeichnet und vereinbarungsgemäß in fortgeschrittenem Lebensalter als noch nicht behandlungsbedürftig toleriert. Die Behandlung sollte immer eine kochsalzarme und bei Adipositas eine gewichtsreduzierende Diät zur Grundlage haben. Als erster Behandlungsschritt empfehlen sich β-Rezeptorenblocker. Bei älteren Hypertonikern könnte Kalziumantagonisten wegen geringerer Nebenwirkungsgefahr der Vorzug gegeben werden. Daneben können auch Saluretika zur Anwendung gelangen, wobei sich vor allem die Thiazidreihe durchgesetzt hat. Hypertone Krisensituationen unter psychischer oder physischer Belastung bedürfen allerdings einer zusätzlichen Therapie mit den beiden vorhergenannten Wirkstoffen. Um gelegentlich auftretende Kaliumverluste bei der Saluretikabehandlung zu vermeiden, empfiehlt sich eine prophylaktische Kombination mit Triamteren, Amilorid oder Aldosteronantagonisten. Bei einer Niereninsuffizienz sind kaliumretinierende Substanzen allerdings kontraindiziert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Friedrich Horst Degenring
    • 1
  1. 1.Facharzt für Innere Medizin und KardiologieRiehenSchweiz

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