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Experimentelle Überprüfung

  • Eckart Engelbrecht

Zusammenfassung

Durch die Implantation einer Endoprothese wird die Beanspruchung des verbleibenden Knochens verändert, indem Spannungszustände entweder quantitativ verändert werden oder andersartige Spannungen auftreten. Eine Veränderung des physiologischen Kraftflusses darf als eine der Ursachen einer biologischen Reaktion des Knochens aufgefaßt werden (Wolffsches Transformationsgesetz) [268]. Diese kann zur mechanischen Lockerung des Implantates durch Reaktionen an der Knochenimplantatgrenze führen. Bei jeder endoprothetischen Konstruktion sollte es daher ein vordringliches Ziel sein, das Ausmaß der Veränderungen des physiologischen Spannungszustandes so klein wie möglich zu halten. Hieran kann die Qualität einer Endoprothese gemessen werden. Nach Hüftgelenksersatz steht durch Spannungsänderungen, zum großen Teil bedingt durch den schwerwiegenden Eingriff der ersatzlosen Durchtrennung der Zugtrajektoren, die Veränderung des Kraftflusses ganz im Vordergrund, während der Bewegungsablauf jedoch weitgehend unverändert bleibt. Nach Kniegelenksersatz wird die physiologische Beanspruchung weniger beeinflußt, nicht zuletzt, weil das Kniegelenk weiterhin vorwiegend von wenig außermittig angreifenden axialen Kräften, die wenig Biegung verursachen, belastet wird. Dennoch verbleibt eine Störung, die um so kleiner ist, je exakter die natürlichen Bewegungsmöglichkeiten nachgeahmt werden und je wirkungsvoller die Torsionsbeanspruchung durch die Prothesenkonstruktion, beispielsweise durch einen Kupplungseffekt, gedämpft wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Eckart Engelbrecht
    • 1
  1. 1.Endo-KlinikHamburg 50Deutschland

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