Zusammenfassung

Aufgrund der Schlüsselposition des Gehirns in der Definition des menschlichen Lebens [216, 294, 321, 402, 559, 613, S. 515 f.; 642] muß die Zielsetzung der Wiederbelebung die möglichst vollkommene Wiederherstellung der Hirnfuktionen sein [419]. Viele Untersuchungen der letzten Jahre deuten an, daß diese Forderung keine leeren Schlagworte enthält, denn die z. Z. zweifelsohne vorhandene Kluft zwischen Wiederherstellung der neuronalen Grund- und Gesamtfunktionen scheint nicht allein hypoxiebedingt zu sein. Neueren Untersuchungen zufolge wird die Erholung der Nervenzellen auch durch posthypoxische Ereignisse wie Hirnödem, MikroZirkulationsstörungen, Hypermetabolismus usw., die unter dem Begriff „post-resuscitation disease“zusammengefaßt werden, wesentlich behindert. Gelingt es, durch geeignete Maßnahmen diese Vorgänge auszuschalten, dann besteht die berechtigte Hoffnung, daß die noch bis vor kurzem geltende Anoxietoleranz des menschlichen Gehirns von nur 3–5 min ähnlich verlängert werden kann [395], wie dies im Tierexperiment bereits wiederholte Male möglich war. Wie weit allerdings die Anoxietoleranz hinausschiebbar ist, wenn die postischämischen pathologischen Vorgänge therapeutisch im Griff sind, kann z. Z. nicht einmal spekulativ beantwortet werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • L. Tonczar
    • 1
  1. 1.Allgemeines Krankenhaus des Stadt Wien, Klinik für Anaesthesie und Allgemeine, IntensivmedizinUniversität WienWienÖsterreich

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