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Indikationen zur nuklearmedizinischen Herzdiagnostik

  • Matthias E. Pfisterer
Chapter
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Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Die diagnostische Aussagekraft eines nicht-invasiven Tests zum Nachweis resp. Ausschluß einer koronaren Herzkrankheit hängt nicht nur von der Sensitivität und der Spezifität des Tests ab, sondern wird maßgeblich von der „pretest probability of disease“ bestimmt, d. h. von der Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins der Krankheit, wie sie schon vor Durchführung des Tests bekannt ist (Definitionen vgl. Anhang). Dieser von Bayes ganz allgemein für einen „nicht perfekten“ Test aufgestellte Grundsatz hat bei der Interpretation von nicht-invasiven Untersuchungs-Resultaten eine sehr große Bedeutung. Zur Veranschaulichung dieses Konzepts sind in Tabelle 8 drei theoretische Gruppen von Patienten mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer koronaren Herzkrankheit (Prävalenz) dargestellt. Es wird angenommen, daß die Sensitivität des durchzuführenden Tests 80%, die Spezifität 90% betrage. Findet sich ein positives Testresultat bei einer Krankheits-Wahrscheinlichkeit von 90%, (z. B. bei einem 50-jährigen Patienten mit Angina pectoris), so errechnet sich ein prädiktiver Wert von 99%. Dasselbe positive Testergebnis führt bei einer Krankheits-Wahrscheinlichkeit von 5% (z.B. bei einem 50-jährigen asymptomatischen Patienten) zu einem prädiktiven Wert von lediglich 30%.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Matthias E. Pfisterer
    • 1
  1. 1.Kardiologische Abteilung Departement für Innere MedizinKantonsspital BaselBaselSwitzerland

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