Ulcus-Therapie pp 628-628 | Cite as

Problemstellung

  • J. R. Siewert
  • A. L. Blum
Conference paper
Part of the Interdisziplinäre Gastroenterologie book series (GASTROENTEROLOG)

Zusammenfassung

„Das postoperative Rezidivulcus ist der überzeugendste Beweis eines Therapieversagens.“ Diese Ansicht erscheint logisch und konsequent. Allerdings bleibt dabei unberücksichtigt, daß bestimmte chirurgische Verfahren — gemeint ist die Vagotomie — offenbar den Spontanverlauf und damit die klinische Bedeutung der Ulcuskrankheit ändern können. Ein postoperatives Rezidivulcus nach Vagotomie kann z. B. ganz zufallig anläßlich einer Routineendoskopie entdeckt werden, ohne daß der Patient davon wußte oder gar unter dem Ulcus gelitten hätte. Diese Situation ist beim postoperativen Rezidivulcus nach Magenresektion wiederum ganz anders. Hier zeigt die Erfahrung, daß mit einem ungünstigen Spontanverlauf zu rechnen ist. Derartige Erfahrungen müssen in die Diskussion um die postoperativen Rezidivulcera eingehen und vor allem bei der Bewertung solcher postoperativer Rezidivulcera als Therapieversager berücksichtigt werden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • J. R. Siewert
  • A. L. Blum

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