Advertisement

Die Bedeutung hoher Milchsäurekonzentrationen für den osmotischen Druck im Blut

  • D. Böning
  • N. Maassen
Conference paper

Zusammenfassung

Die Osmolalität ist eine wichtige physiologische Größe, die in engen Grenzen konstant gehalten wird. Schon 1% Abweichung, d.h. 3 mosmol/kg H2O, löst Gegenregulationen über das Durstgefühl und Änderungen der Nierenfunktion aus. Andererseits kommt es bei schwerer Muskelarbeit zu erheblichem Anstieg, der nach eigenen Messungen bis zu 40 mosmol/kg H2O im Blut betragen kann. Zwei Ursachen Hegen dem zugrunde:
  1. 1.

    Im arbeitenden Muskel entstehen zahlreiche Metabolite, die Wasser aus dem Blut abziehen; da eine Differenz von 1 mosmol/kg H2O zwischen zwei Flüssigkeitsräumen einem Filtrationsdruck von ca. 2,4 kPa (18 Torr) entspricht, sollte man eigentlich fatale Folgen für das Blutvolumen erwarten.

     
  2. 2.

    Die Diffusion von CO2 in das Blut erhöht dort ebenfalls den osmotischen Druck. Die drei Molekülformen CO2, H2CO3 (Kohlensäure) und HCO3- (Bikarbonat) sind osmotisch wirksam, im Gegensatz zum Carbamat, das an Protein gebunden ist und daher kein zusätzliches Teilchen büdet. Da Carbamat nur gering vom pCO2 abhängt, sollte der Verlauf der Osmolalitätsänderung bei Erhöhung des pCO2 ähnlich wie eine CO2-Bindungskurve aussehen.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Benesch R, Benesch RE (1969) Intracellular organic phosphates as regulators of oxygen release by haemoglobin. Nature 221: 618–688PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. Böning D, Schweigert U, Tibes U, Hemmer B (1975) Influences of exercise and endurance training on the oxygen dissociation curve of blood under in vivo and in vitro conditions. Eur J Appl Physiol 34: 1–10CrossRefGoogle Scholar
  3. Doll E, Keul J (1968) Zum Stoffwechsel des Skelettmuskels II. Sauerstoffdruck, Kohlensäuredruck, pH, Standardbicarbonat und base excess im venösen Blutt der arbeitenden Muskulatur. Untersuchungen an Hochleistungssportlern. Pflügers Arch 301: 214–229Google Scholar
  4. Kindermann W, Keul J (1977) Anaerobe Energiebereitstellung im Hochleistungssport. Hoffmann, SchorndorfGoogle Scholar
  5. Siggaard-Andersen (1974) The acid-base status of the blood. Munksgaard, CopenhagenGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1981

Authors and Affiliations

  • D. Böning
  • N. Maassen

There are no affiliations available

Personalised recommendations