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Anästhesie und intraoperative Behandlung bei der Nierentransplantation

  • I. Pichlmayr
  • R. Pichlmayr
Part of the Allgemeine und spezielle Operationslehre book series (OPERATIONSLEHRE, volume 3)

Zusammenfassung

Dialysepatienten, die einer Nierentransplantation zugeführt werden, befinden sich heute in der Regel in gutem oder befriedigendem Zustand. Sie weisen jedoch infolge ihrer Grundkrankheit und deren Folgeerscheinungen generell ein erhöhtes, in Einzelfällen ein stark erhöhtes Risiko auf. Lebensbedrohliche Störungen während der Durchführung anästhesiologischer Maßnahmen sind trotzdem selten, da bzw. wenn die Ausscheidungsfunktion der Niere durch regelmäßige und korrekte Dialyse, speziell auch im präoperativen Stadium (s.u.), kompensiert ist und Störungen anderer Organe bestmöglich behandelt sind (s. Kap. „Voruntersuchung und Vorbehandlung des Transplantatempfängers“). Besondere Gefahren für den Operationsverlauf — wie auch für die postoperative Phase — bestehen für Patienten mit langjährigem Hypertonus und Gefäßveränderungen, bei starker, nicht korrigierter Anämie, bei erheblicher Hypoproteinämie sowie bei ausgeprägter Hypercalciämie infolge Hyperparathyreoidismus. Patienten mit solchen Vorschäden befinden sich häufig im Grenzbereich der Belastbarkeit und sind zusätzlichen Anforderungen, besonders an das kardiovasculäre System — etwa bei intraoperativer Komplikation mit rasch eintretenden Volumenschwankungen — wenig gewachsen. Nicht immer gelingt es, die potentielle Gefährdung dieser Patienten bei einer evtl. nur kurzen präoperativen Untersuchung und anhand der Krankenunterlagen ausreichend zu erkennen bzw. zu klassifizieren; häfig ist auch dem Patienten selbst eine längerfristige Störung (z.B. Hypertonus) unbekannt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • I. Pichlmayr
  • R. Pichlmayr

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