Vergleich von Stoffwechselwirkungen bei zwei verschiedenen Fettemulsionen während parenteraler Zufuhr

  • H. Förster
  • A. Anschütz
  • R. Quadbeck
Conference paper

Zusammenfassung

Die fehlende Löslichkeit in Wasser behinderte lange Zeit den umfassenderen Einsatz von Fett als Energieträger in der parenteralen Ernährung. Im Gegensatz zu den gut wasserlöslichen Kohlenhydraten oder auch zu Aminosäuren bestehen stärkere Schwierigkeiten bei der Herstellung von stabilen Fettemulsionen, wobei auch die Auswahl des verwendeten Fetts nicht ohne Einfluß ist. Frühere Präparate wurden daher von den Patienten verhältnismäßig schlecht vertragen, es erfolgte vielfach eine stärkere Speicherung von parenteral verabreichtem Fett im RES mit dessen teilweiser Blockierung [13]. Bei den moderneren Präparaten werden ausschließlich Sojatriglyceride verwendet, da sich andere Fette (z.B. Baumwollsaatöl) nicht bewährt haben. Dennoch sind auch die heute gebräuchlichen Fettemulsionen nicht völlig frei von Nebenwirkungen, die für alle handelsüblichen Präparate beschrieben werden [3, 6, 12]. Allerdings sind die unter dem Begriff des „Overloading-Syndroms“zusammengefaßten Nebenwirkungen der parenteralen Fettapplikation in den letzten Jahren deutlich seltener geworden, was vielleicht auch auf eine vorsichtigere Handhabung zurückzuführen ist [2, 11, 14].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • H. Förster
    • 1
  • A. Anschütz
    • 1
  • R. Quadbeck
    • 1
  1. 1.Zentrum der Biologischen Chemie Universität FrankfurtDeutschland

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