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Die Naturwissenschaften im Nationalsozialismus

  • Herbert Mehrtens

Zusammenfassung

Studien zur Geschichte der Naturwissenschaften im „Dritten Reich“sind rar. Zumeist sind sie aus dem Blickwinkel des Naturwissenschaftlers verfaßt. Die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler, die nationalsozialistische Rassenlehre, die „Deutsche Physik“und der „Traum von der deutschen Atombombe“1 sind die prominenten Themen. Die Diskussion konzentriert sich dabei immer wieder auf die mehr oder minder versteckte, aktuelle Frage nach der professionellen Autonomie der Naturwissenschaft und der gesellschaftlichen Verantwortung des Forschers. Die historische Rekonstruktion wird dadurch stark personalisiert und tendiert zu einem Dualismus von,richtiger‘, eben autonomer, wissenschaftlicher Forschung und Lehre einerseits und nationalsozialistischer Entartung oder Mißbrauch andererseits.

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Anmerkungen

  1. 1.
    David Irving, Der Traum von der deutschen Atombombe, Gütersloh 1967.Google Scholar
  2. 2.
    Ein umfassender Literaturbericht erscheint in: Herbert Mehrtens und Steffen Richter (Hg.), Naturwissenschaft, Technik und NS-Ideologie, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 303, Frankfurt, in Vorbereitung.Google Scholar
  3. 3.
    Alan Beyerchen, Scientists under Hitler: Politics and the Physics Community in the Third Reich, New Haven 1977.Google Scholar
  4. 4.
    Für einen knappen Überblick vgl.: Steffen Richter, Physik und Gesellschaft — Einige äußere Einflüsse auf die Entwicklung der Physik in Deutschland 1850–1945, in: Physikalische Blätter 33, 1977, S. 49–57Google Scholar
  5. 4a.
    Steffen Richter, Die Kämpfe innerhalb der Physik in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg, in: Sudhoffs Archiv 57, 1973, S. 195–207.Google Scholar
  6. 5.
    Maximilian Pinl, Kollegen in dunkler Zeit, in: Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 71, 1969, S. 167–228Google Scholar
  7. 5a.
    Maximilian Pinl, Kollegen in dunkler Zeit, in: Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 72, 1971, S. 165–189Google Scholar
  8. 5b.
    Maximilian Pinl, Kollegen in dunkler Zeit, in: Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 73, 1972, S. 153–208Google Scholar
  9. 5c.
    Maximilian Pinl, Kollegen in dunkler Zeit, in: Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 75, 1973/74, S. 166–208.Google Scholar
  10. 6.
    Maximilian Pinl u. Lux Furtmüller, Mathematicians under Hitler, in: Leo Baeck Institute Year Book 18, 1973, S. 129–182.Google Scholar
  11. 7.
    Walter Hirsch, The Autonomy of Sciences in Totalitarian Societies: The Case of Nazi Germany, in: Karin D. Knorr (Hg.), Determinants and Controls of Scientific Development, Dordrecht 1975, S. 343–366. Vgl. auch: Ders., The Autonomy of Science in Totalitarian Societies, in: Social Forces 40, 1961, S. 15–22.CrossRefGoogle Scholar
  12. 8.
    Theodora Kalikow, History of Konrad Lorenz’s Ethological Theory, 1927–1939: The Role of Meta-theory, Theory, Anomaly and New Discoveries in a Scientific,Evolution‘, in: Studies in the History and Philosophy of Science 6, 1975, S. 331–341Google Scholar
  13. 8a.
    Theodora Kalikow, Konrad Lorenz’s Ethological Theory, 1939–1943:,Explanations‘of Human Thinking, Feeling and Behaviour, in: Philosophy of Social Sciences 6, 1976, S. 15–34; dies., Konrad Lorenz’ ethologische Theorie: Erklärung und Ideologie, 1938–1943, erscheint in: Mehrtens/Richter (s.o. Anm. 2).Google Scholar
  14. 9.
    So wird z. B. immer wieder zurückgegriffen auf: Edward Y. Hartshorne, The German Universities and National Socialism, Cambridge, Mass. 1937Google Scholar
  15. 9a.
    als Analyse der Herrschaftsform des Nationalsozialismus von großem Gewicht ist das erst kürzlich ins Deutsche übersetzte Werk: Franz Neumann, Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944, Köln 1977, amerikan. Original New York 1942, 2. Auflage 1944.Google Scholar
  16. 10.
    Emil Julius Gumbel (Hg.), Freie Wissenschaft. Ein Sammelbuch aus der deutschen Emigration, Straßburg 1938.Google Scholar
  17. 11.
    Beyerchen, S. 187 f. (s.o. Anm. 3).Google Scholar
  18. 12.
    Carl Ramsauer, Zur Geschichte der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in der Hitlerzeit, in: Physikalische Blätter 3, 1947, S. 110–114.Google Scholar
  19. 13.
    Max Planck, Mein Besuch bei Adolf Hitler, ebd., S. 143.Google Scholar
  20. 14.
    Ernst Brüche, „Deutsche Physik“und die deutschen Physiker, ebd. 2, 1946, S. 232–236.Google Scholar
  21. 15.
    Johannes Stark, Zu den Kämpfen in der Physik während der Hitler-Zeit, ebd. 3, 1947, S. 271–272.Google Scholar
  22. 16.
    Zwei wichtige Beispiele: Samuel A. Goudsmit, ALSOS, New York 1947Google Scholar
  23. 16a.
    Leslie R. Simon, German Research in World War IL An Analysis of the Conduct of Research, New York 1947.Google Scholar
  24. 17.
    Naturforschung und Medizin in Deutschland 1939–1946. Für Deutschland bestimmte Ausgabe des FIAT Review of German Science, 84 Bde, Weinheim 1947–1949, Wiesbaden 1953.Google Scholar
  25. 18.
    Andreas Flitner (Hg.), Deutsches Geistesleben und Nationalsozialismus. Eine Vortragsreihe an der Universität Tübingen, Tübingen 1965Google Scholar
  26. 18a.
    Andreas Flitner (Hg.), Nationalsozialismus und die deutsche Universität (Universitätstage 1966), Berlin 1966Google Scholar
  27. 18b.
    Andreas Flitner (Hg.), Die deutsche Universität im Dritten Reich. Eine Vortragsreihe der Universität München, München 1966.Google Scholar
  28. 19.
    Wolfgang Fritz Haug, Der hilflose Antifaschismus. Zur Kritik der Vorlesungsreihen über Wissenschaft und NS an deutschen Universitäten, 4. Auflage Köln 1977, hier S. 8.Google Scholar
  29. 20.
    Otto Scherzer, Physik im totalitären Staat, in: Flitner, S. 47–58 (s.o. Anm. 18).Google Scholar
  30. 21.
    Ebd., S. 49 f; der „Widerstand durch Kollaboration“wird diskutiert bei: Joseph Haberer, Politics and the Community of Science, New York 1969, S. 165 ff.Google Scholar
  31. 22.
    Größe und Verfall der deutschen Wissenschaft (Anonym), in: Bilanz des Zweiten Weltkrieges — Erkenntnisse und Verpflichtungen für die Zukunft, Oldenburg 1953, S. 251–264, hier S. 264.Google Scholar
  32. 23.
    Karl Salier, Die Rassenlehre des Nationalsozialismus in Wissenschaft und Propaganda, Darmstadt 1961, hier S. 6.Google Scholar
  33. 24.
    S.o. Anm. 1.Google Scholar
  34. 25.
    Bemerkenswert ist die Autobiographie eines Industriephysikers: Max Steenbeck, Impulse und Wirkungen, Berlin 1977. Interessant ist der Vergleich dieses aus DDR-Perspektive geschriebenen Buches mit der Autobiographie des Industriechemikers und späteren Hoechst-Chefs: Karl Winnacker, Nie den Mut verlieren. Erinnerungen an Schicksalsjahre der deutschen Chemie, Düsseldorf 1971.Google Scholar
  35. 26.
    Die Literatur zu diesem Thema ist umfangreich, wichtig sind u.a.: Hedwig Conrad-Martius, Utopien der Menschenzüchtung. Der Sozialdarwinismus und seine Folgen, München 1955Google Scholar
  36. 26a.
    Hans Joachim W. Koch, Der Sozialdarwinismus. Seine Genese und sein Einfluß auf das imperialistische Denken, München 1973Google Scholar
  37. 26b.
    Daniel Gasman, The Scientific Origins of National Socialisms: Social Darwinism in Ernst Haeckel and the German Monist League, London 1971.Google Scholar
  38. 27.
    Auch zu diesem Thema gibt es viel Literatur, u.a. den Literaturbericht: Ulrich Troitzsch, Technisches Schulwesen, Wissenschaftsorganisation und Wissenschaftspolitik in Deutschland (1850–1914), in: Technikgeschichte 42, 1975, S. 35–43Google Scholar
  39. 27a.
    außerdem: Heike Etzold, Monopol und Wissenschaft. Der Einfluß der Chemiemonopole auf die naturwissenschaftlich-technische Lehre und Forschung in Deutschland in der ersten Phase der allgemeinen Krise des Kapitalismus (1918–1932), Diss. sc. phil. Dresden 1970Google Scholar
  40. 27b.
    Paul Forman, The Financial Support and Political Alignment of Physicists in Weimar Germany, in: Minerva 12, 1977, S. 39–66Google Scholar
  41. 27c.
    Steffen Richter, Forschungsförderung in Deutschland 1920–1936, Düsseldorf 1972Google Scholar
  42. 27d.
    Wolfgang Schlicker, Forschung und Gesellschaft — Vergesellschaftung der Forschung: Zur Stellung der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft in der bürgerlichen Forschungspolitik der Weimarer Republik, in: NTM Schriftenreihe zur Geschichte der Naturwissenschaften, Technik und Medizin 12(1), 1975, S. 45–55.Google Scholar
  43. 28.
    S.o. Anm. 4 sowie Forman (s.o. Anm. 27).Google Scholar
  44. 29.
    Zur Parallele zwischen den Kriegen existierte keine Untersuchung, zur Internationalismusfrage im Ersten Weltkrieg und danach vgl. Brigitte Schröder-Gudehus, Deutsche Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit, 1914–1928, Diss. Genf 1966.Google Scholar
  45. 30.
    Michael H. Kater, Das „Ahnenerbe“der SS 1935–1945, Ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches, Stuttgart 1974.Google Scholar
  46. 31.
    Uwe Adam, Hochschule und Nationalsozialismus. Die Universität Tübingen im Dritten Reich, Tübingen 1977.Google Scholar
  47. 32.
    Kurt-Ingo Flessau, Schule der Diktatur — Lehrpläne und Schulbücher des Nationalsozialismus, München 1977.Google Scholar
  48. 33.
    Karl Heinz Ludwig, Technik und Ingenieure im Dritten Reich, Taschenbuchausg. Düsseldorf 1979.Google Scholar
  49. 34.
    Unter anderen waren Erich Bagge und Kurt Diebner am „Uranprojekt“sowie an dem Aufbau der kerntechnischen Forschung in der Bundesrepublik beteiligt, vgl. Erich Bagge, Kurt Diebner, Kenneth Jay, Von der Uranspaltung bis Calder Hall, Hamburg 1957, S. 9–80.Google Scholar
  50. 35.
    Beyerchen, S. 203 ff. (s.o. Anm. 3).Google Scholar
  51. 36.
    Für einen Überblick über die Diskussion zum Verhältnis von Großindustrie und Nationalsozialismus vgl.: Richard Saage, Faschismustheorien, 2. Auflage München 1977, Teil IGoogle Scholar
  52. 36a.
    zum „Verlangen nach höchstmöglicher wirtschaftlicher Effektivität“in der Kriegswirtschaftsorganisation: Martin Broszat, Der Staat Hitlers, 6. Auflage München 1976, S. 370–377, hier S. 377.Google Scholar
  53. 37.
    Für die Geschichte der Naturwissenschaften von besonderer Bedeutung ist die IG Farben. Zu ihrer beherrschenden Stellung in der Entwicklung des nationalsozialistischen Vierjahresplans vgl.: Dieter Petzina, Autarkiepolitik im Dritten Reich. Der nationalsozialistische Vierjahresplan, Stuttgart 1968, besonders S. 116 ff.CrossRefGoogle Scholar
  54. 37a.
    außerdem: Hans Radandt (Hg.), Fall 6. Ausgewählte Dokumente und Urteil des IG-Farben-Prozesses, Berlin 1970.Google Scholar
  55. 38.
    Niels Kadritzke, Faschismus und Krise. Zum Verhältnis von Politik und Ökonomie im Nationalsozialismus, Frankfurt/M. 1976, S. 177, zit. nach Gert Schäfer, Franz Neumanns Behemoth und die heutige Faschismusdiskussion, in: Neumann, S. 663–776, hier S. 689 (s.o. Anm. 9).Google Scholar
  56. 39.
    Dieser Begriff wird vor allem von DDR-Historikern gebraucht, vgl. Etzold, Schlicker (s.o. Anm. 27). Ein Konzept der Vergesellschaftung der Wissenschaft als eines Prozesses einer fortschreitenden institutionellen Einbindung wissenschaftlicher Arbeit in die Strukturen und Ziele gesellschaftlicher Arbeitsteilung zieht jedoch nicht notwendig die von jenen Autoren verwandte allzu gradlinige Interpretation der Wissenschaftsorganisationen als Agenturen des Kapitals nach sich. Für einen Ansatz zu einer differenzierten theoretischen Analyse vgl.: Claus Roishausen, Wissenschaft und gesellschaftliche Reproduktion, Frankfurt/M. 1975.Google Scholar
  57. 40.
    Vgl. hierzu: Paul Forman, Weimar Culture, Causality, and Quantum Theory, 1918–1927: Adaption by German Physicists and Mathematicians to a Hostile Intellectual Environment, in: Historical Studies in the Physical Sciences 3, 1971, S. 1–115.Google Scholar
  58. 41.
    „Da wir glauben, daß der Nationalsozialismus ein Unstaat ist oder sich dazu entwickelt, ein Chaos, eine Herrschaft der Gesetzlosigkeit und Anarchie, welche die Rechte wie die Würde des Menschen,verschlungen‘hat und dabei ist, die Welt durch die Obergewalt über riesige Landmassen in ein Chaos zu verwandeln, scheint uns dies der richtige Name für das nationalsozialistische System: DER BEHEMOTH“Neumann, S. 16 (s.o. Anm. 9).Google Scholar
  59. 42.
    Ludwig, S. 83 (s.o. Anm. 33).Google Scholar
  60. 43.
    Joachim Haupt, Freie Forschung im Dritten Reich?, in: Volk im Werden 1(2), 1933, S. 1–2, hier S. 1.Google Scholar
  61. 44.
    Johannes Stark, Nationalsozialismus und Wissenschaft, München 1934, S. 5–7; hier wird ein Artikel von Lenard und Stark „Hitlergeist und Wissenschaft“wiedergegeben, der 1924 in der „Großdeutschen Zeitung“erschienen war.Google Scholar
  62. 45.
    Zur Geschichte und Interpretation der „Deutschen Physik“vgl.: Steffen Richter, Die „Deutsche Physik“, erscheint in: Mehrtens/Richter (s.o. Anm. 2), außerdem Beyerchen, Kap. 5–8.Google Scholar
  63. 46.
    Kurt Zierold, Forschungsförderung in drei Epochen, Wiesbaden 1968, S. 190–212.Google Scholar
  64. 47.
    Ein Ehrentag der deutschen Wissenschaft. Die Eröffnung des Reichsforschungsrates am 25. Mai 1937, Berlin 1937, S. 14.Google Scholar
  65. 48.
    Beyerchen, S. 176 ff. (s.o. Anm. 3); Scherzer, S. 56 f. (s.o. Anm. 20).Google Scholar
  66. 49.
    Deutsche Wissenschaft. Arbeit und Aufgabe, Leipzig 1939.Google Scholar
  67. 50.
    Eröffnet mit einer Rede Goebbels’ in Heidelberg: Josef Goebbels, Der geistige Arbeiter im Schicksalskampf des Reiches. Rede vor der Heidelberger Universität, München 1943.Google Scholar
  68. 51.
    Haupt, S. 2 (s.o. Anm. 43).Google Scholar
  69. 52.
    Zitiert nach: Julius Schaxel, Faschistische Verfälschung der Biologie, in: Gumbel, S. 229–245 (s.o. Anm. 10).Google Scholar
  70. 53.
    Vgl. Koch (s.o. Anm. 26), sowie Hans-Günter Zmarzlik, Der Sozialdarwinismus in Deutschland als geschichtliches Problem, in: Ders., Wieviel Zukunft hat unsere Vergangenheit?, München 1970, S. 56–85.Google Scholar
  71. 54.
    Spektakulär ist ein Preisausschreiben: „Was lernen wir aus den Prinzipien der Deszendenztheorie in bezug auf die innerpolitische Entwicklung und Gesetzgebung der Staaten?“, für das von Alfred Friedrich Krupp ein Preis von 50 000 Goldmark ausgesetzt worden war; Fritz Bolle, Darwinismus und Zeitgeist, in: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 13, 1961, S 143–178, hier S. 166; vgl. auch Conrad-Martius, S. 74 ff. (s.o. Anm. 26).Google Scholar
  72. 55.
    Dies ist eine Vermutung, die zu differenzieren wäre, was politischen Einfluß und das Maß an Öffentlichkeit der Debatte angeht, die sich zwischen linken und rechten Vertretern der „Eugenik“bzw. „Rassenhygiene“(schon der Terminus war ein Politikum) abspielte, vgl. Loren Graham, Science and Values: The Eugenics Movement in Germany and Russia in the 1920s, in: The American Historical Review 82, 1977, 1133 – 1164, außerdem Zmarzlik, S. 97 f. (s.o. Anm. 53).Google Scholar
  73. 56.
    Zu dieser Frage vgl.: Robert Young, The Historiographic and Ideological Contexts of the Nineteenth-Century Debate on Man’s Place in Nature, in: Mikulas Teich und Robert Young (Hg.), Changing Perspectives in the History of Science, Dordrecht 1973, S. 344–438Google Scholar
  74. 56a.
    Robert Young, Malthus and the Evolutionists: The Common Context of Biological and Social Theory, in: Past and Present 43, 1969, S. 109–145; ders., Getting Started on Lyssenkoism, in: Radical Science Journal 6/7, 1978, S. 81–105.Google Scholar
  75. 57.
    S.o. Anm. 8.Google Scholar
  76. 58.
    S.o. Anm. 26.Google Scholar
  77. 59.
    Sailer, S. 43 (s.o. Anm. 23); Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums, Leipzig 1939, S. 125.Google Scholar
  78. 60.
    Es wird viel um die individuellen Motive für die nationalsozialistische Einstellung einzelner Wissenschaftler gerätselt. Vielleicht kann man nicht nur auf der Ebene von Schichten und Klassen, sondern auch bei Gruppen wie Naturwissenschaftlern fragen, ob nicht die „Deklassierten“das „Potential für reaktionäre Bewegungen“ausmachen, vgl. Schäfer, S. 728 (s.o. Anm. 38).Google Scholar
  79. 61.
    Vgl. Martin Bechstedt, „Gestalthafte Atomlehre“— Ansätze zu einer Deutschen Chemie, erscheint in Mehrtens/Richter (s.o. Anm. 2).Google Scholar
  80. 62.
    Deutsche Wissenschaft, S. 161 (s.o. Anm. 49).Google Scholar
  81. 63.
    Ebd., S. 149.Google Scholar
  82. 64.
    Forman, Weimar Culture, S. 6 (s.o. Anm. 40).Google Scholar
  83. 65.
    z. B. Bruno Kerst, Mathematik und Naturwissenschaften im deutschen Erziehungswesen, in: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Unterrichtsblätter 39, 1933, 145–147.Google Scholar
  84. 66.
    Flessau, Abschnitte 2.5–2.9., 3.7., 6.–8. (s.o. Anm. 32).Google Scholar
  85. 67.
    Vorbild war der „Nationale Forschungsrat“des faschistischen Italien, Stark, S. 19 (s.o. Anm. 44); G. De Thierry, Der Nationale Forschungsrat Italiens, in: Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure 77, 1933, S. 1110–1112.Google Scholar
  86. 68.
    Armin Hermann, Die Jahrhundertwissenschaft. Werner Heisenberg und die Physik seiner Zeit, Stuttgart 1977, S. 141.Google Scholar
  87. 69.
    Zierold, S. 190 (s.o. Anm. 46).Google Scholar
  88. 70.
    Ebd., zu Mentzel vgl. auch Ludwig, S. 215 f. (s.o. Anm. 33).Google Scholar
  89. 71.
    Carl Krauch, Forschung und Entwicklung. Aufgaben und Arbeiten des Amtes für deutsche Roh-und Werkstoffe, in: Der Vierjahresplan 1, 1937, S. 261–263, hier S. 263.Google Scholar
  90. 72.
    Carl Krauch, Forschung und Entwicklung. Aufgaben und Arbeiten des Amtes für deutsche Roh-und Werkstoffe, in: Der Vierjahresplan 1, 1937, S. 261–263, hier S. 263.Google Scholar
  91. 73.
    Ehrentag, S. 14 (s.o. Anm. 47).Google Scholar
  92. 74.
    Bildung eines Forschungsrats, in: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Amtlicher Teil 3, 1937, S. 151–152.Google Scholar
  93. 75.
    Ludwig, S. 219 (s.o. Anm. 33).Google Scholar
  94. 76.
    Vgl. den Beitrag über die Wehrtechnische Fakultät von Hans Ebert und Hermann-J. Rupieper im vorliegenden Band.Google Scholar
  95. 77.
    Zierold, S. 268–272, hier S. 272 (s.o. Anm. 46).Google Scholar
  96. 78.
    Zur Reorganisation der Forschungspolitik 1942 vgl. Ludwig, S. 234–241 (s.o. Anm. 33).Google Scholar
  97. 79.
    Vgl. den Beitrag über das Physikalische Institut der TH Berlin von David Cassidy im vorliegenden Band.Google Scholar
  98. 80.
    Hermann, S. 146 (s.o. Anm. 68).Google Scholar
  99. 81.
    Zur Einschätzung der Position Krauchs vgl. Broszat, S. 372 ff. (s.o. Anm. 36), Petzina, S. 27 ff., 61 ff., 117–121 (s.o. Anm. 37).Google Scholar
  100. 82.
    Größe und Verfall, S. 255 (s.o. Anm. 22).Google Scholar
  101. 83.
    Ludwig, S. 233 (s.o. Anm. 33).Google Scholar
  102. 84.
    Hermann, S. 146 (s.o. Anm. 68).Google Scholar
  103. 85.
    Kater, S. 11 (s.o. Anm. 30).Google Scholar
  104. 86.
    Ebd., S. 50 ff.Google Scholar
  105. 87.
    Ebd., Kap. 8; Ludwig, Kap. 11, speziell 290 f.: die mathematische Abteilung wird in einem nachgelassenen Manuskript von Hans Ebert behandelt, Mathematiker im KZ 1944/1945.Google Scholar
  106. 88.
    Léon Poliakov und Josef Wulf (Hg.), Das Dritte Reich und seine Denker, Berlin 1959, S. 321.Google Scholar
  107. 89.
    Timothy W. Mason, Sozialpolitik im Dritten Reich, 2. Auflage Opladen 1978, S. 306.Google Scholar
  108. 90.
    C. Troll, Die geographische Wissenschaft in Deutschland in den Jahren 1933 bis 1945, in: Erdkunde 1, 1947, S. 3–48, hier S. 18.Google Scholar
  109. 91.
    Deutsche Wissenschaft, S. 195 f.Google Scholar
  110. 92.
    Es gibt keine genauen Zahlen. Schätzungen diskutiert Beyerchen, S. 43ff. (s.o. Anm. 3).Google Scholar
  111. 93.
    Ebd., S. 45; vgl. auch Cassidy (s.o. Anm. 79).Google Scholar
  112. 94.
    Steenbeck, S. 82 f. (s.o. Anm. 25).Google Scholar
  113. 95.
    Hartmut Ehlich, Lebensdaten (Erich Kamke zum Gedächtnis), in: Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 69, 1968, S. 191(213)–193(215).Google Scholar
  114. 96.
    Robert Havemann, Ein deutscher Kommunist, Reinbek 1978, S. 45.Google Scholar
  115. 97.
    Carl Krauch, Die Jugend an die Front — Die Nachwuchsfrage in Wissenschaft und Technik, in: Der Vierjahresplan 1, 1937, S. 456–459: „In der Industrie fehlen schon heute etwa 5000 Ingenieure (...) Bis 1942 werden uns bei einem Gesamtbestand von 250 000 Ingenieuren 30–35 000 Ingenieure fehlen“. (S. 456); zur Entwicklung der Studentenzahlen vgl.: Zehnjahres-Statistik des Hochschulbesuchs und der Abschlußprüfungen, Berlin 1943.Google Scholar
  116. 98.
    Ludwig, S. 252 (s.o. Anm. 33).Google Scholar
  117. 99.
    Rudolf Jenak, Der Mißbrauch der Wissenschaft in der Zeit des Faschismus (dargestellt am Beispiel der Technischen Hochschule Dresden 1933 – 1945), Diss. Humboldt-Universität Berlin 1964, S. 118–125.Google Scholar
  118. 100.
    Carl Ramsauer, Physik-Technik-Pädagogik. Erfahrungen und Erinnerungen, Karlsruhe 1949, S. 126.Google Scholar
  119. 101.
    Ludwig, S. 224 (s.o. Anm. 33); Jenak, S. 137–160, zum Dresdener Vierjahresplaninstitut S. 158 ff. (s.o. Anm. 99).Google Scholar
  120. 102.
    Vgl. etwa: H. Ebert und A. Schulze, Aus der Geschichte der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, in: H. Moser (Hg.), Forschung und Prüfung. 75 Jahre Physikalisch-Technische Bundesanstalt/ Reichsanstalt, Braunschweig 1962, S. 8–18.Google Scholar
  121. 103.
    s.o. Anm. 76.Google Scholar
  122. 104.
    Erich Schumann, Wehrmacht und Forschung, in: Richart Donnevert (Hg.): Wehrmacht und Partei, Leipzig 1938, S. 111–129, hier S. 113.Google Scholar
  123. 105.
    Simon, S. 55 f. (s.o. Anm. 16).Google Scholar
  124. 106.
    Ebd, S. 77.Google Scholar
  125. 107.
    Zehn Jahre Forschungsinstitut der AEG, Berlin 1938, S. 4, 14.Google Scholar
  126. 108.
    Friedrich Schomerus, Geschichte des Jenaer Zeisswerkes 1846–1946, Stuttgart 1952, S. 268–270.Google Scholar
  127. 109.
    Irving, S. 118 f. (s.o. Anm. 1).Google Scholar
  128. 110.
    Ramsauer, S. 127 (s.o. Anm. 100).Google Scholar
  129. 111.
    Ebd., S. 77.Google Scholar
  130. 112.
    Ebd., S. 78.Google Scholar

Copyright information

© Technische Universität Berlin 1979

Authors and Affiliations

  • Herbert Mehrtens

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