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Die Förderleistung des Herzens

  • H. Hirche
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Part of the Anaesthesiologie und Intensivmedizin Anaesthesiology and Intensive Care Medicine book series (A+I, volume 122)

Zusammenfassung

Die Elementarprozesse der Herzmuskelkontraktion sind heute bis in den molekularen Bereich hinein weitgehend bekannt. Abb. 1 zeigt eine Übersicht über die Struktur des Herzmuskels. In A ist die syncytiale Anordnung der Muskelfasern dargestellt. Die Muskelfasern zweigen sich auf und greifen ineinander. Jede Muskelfaser bildet dabei jedoch eine vollständige Einheit und ist von einer Zellmembran umgeben. In B ist der Aufbau der Muskelfaser aus Fibrillen sowie der Verlauf des sarcoplasmatischen Reticulum und der Blutversorgung dreidimensional dargestellt. Die Herzmuskulatur ist durch einen großen Reichtum an Capillaren und meist längs angeordneten Mitochondrien gekennzeichnet. C zeigt die Fibrillenstruktur mit der Aufteilung in Sarcomere zwischen zwei Z-Streifen schematisch. Die gesetzmäßige Anordnung von Aktin- und Myosinfilamenten erklärt die auch lichtmikroskopisch erkennbare Querstreifung der Herzmuskulatur. Aufgrund der sogenannten Filamentgleittheorie kommt die Kontraktion bekanntlich dadurch zustande, daß durch eine Wechselwirkung Aktin- und Myosinfilamente ineinandergleiten, so daß die Sarcomerlänge abnimmt. D zeigt eine elektronenoptische Darstellung der Fibrillenstruktur sowie der Stellen verminderten elektrischen Widerstandes in Form der sogenannten tight junctions und des Desmosom. Diese Verschmelzungen der Zellmembranen erleichtern die myogene Erregungsausbreitung von einer Faser auf die andere. Die sogenannten Glanzstreifen oder Intercalated discs sichern durch Kohäsion gute mechanische Verbindung zwischen den Fasern, so daß der Zug einer contractilen Einheit achsengerecht auf die nächste übertragen wird. Dadurch kann der Herzmuskel wie ein Syncytium funktionieren, obwohl keine protoplasmatischen Übergänge zwischen den Zellen bestehen (3).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • H. Hirche

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