Schlußbetrachtungen

  • Wolfgang Raab
Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Die Imidazolderivate haben die Möglichkeiten der antimyzetischen Lokalbehandlung auf Haut und Schleimhaut wesentlich erweitert und verbessert. Über die systemische Anwendung der Imidazolderivate läßt sich heute noch keine endgültige Wertung geben; weitere Untersuchungen und Beobachtungen sind notwendig, vielleicht werden andere als die heute zur Verfügung stehenden Imidazolderivate die Probleme der Behandlung von systemischen Mykosen durch Hefen und Schimmelpilze lösen. Für die Lokalbehandlung mycetischer Infektionen bringt die Einführung der Imidazolderivate große Vorteile. Das antimikrobielle Spektrum umfaßt alle humanpathogenen Pilze und grampositive Bakterien; auch besteht eine Wirksamkeit gegen Trichomonaden. Die klinisch-pharmakologischen Eigenschaften der Imidazolderivate erlauben eine risikofreie Anwendung. Unerwünschte Wirkungen fehlen fast vollständig (keine Sensibilisierungen, keine Lichtreaktionen, nur geringe anaphylaktoide Aktivität). Die gute Penetration bei hoher antimikrobieller Wirksamkeit ermöglicht eine Bekämpfung parasitärer Keime auch in den tieferen Hautschichten, da selbst in der Dermis noch mikrobistatische Konzentrationen erreicht werden. Besonders gut ist die Penetration des Econazolnitrats, welches aus diesem Grund und wegen seiner besonders hohen antimikrobiellen Aktivität vielfach als das beste Imidazolderivat zur Anwendung auf Haut und Schleimhaut angesehen wird.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Raab
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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