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Zur Kritik der genetischen Theorien

  • Erwin Straus
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Zusammenfassung

Daß das frühere Erlebnis das spätere in seiner Erscheinungsform beherrscht, daß Kindheitserlebnisse den Plan für die späteren Lebensformungen vorzeichnen, daß eine Vorstellung stellvertretend für eine andere auftreten kann, daß ein Affekt von einer Vorstellung auf eine andere verschoben werden kann1, das alles ist doch nur möglich, weil schon das ursprüngliche Erlebnis ein repräsentatives gewesen ist. Erst durch die Vermittlung der allgemeinen Bedeutung, die sich zum erstenmal in dem früheren Erlebnis verwirklicht hat, ist das spätere an das frühere gebunden. Jene genetische Betrachtungsweise, nach der das erste Erlebnis als Einzelerlebnis gefaßt wird und das spätere als seine bloße Reproduktion, ist nicht einmal imstande, begreiflich zu machen, wie das spätere überhaupt den Charakter der Reproduktion erhalten könne.

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© Julius Springer in Berlin 1930

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  • Erwin Straus

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