Therapeutische Massnahmen bei Zentralen Störungen Der Temperaturregulation Nach Hirnoperationen und Schweren Schädelhirnverletzungen

  • G. Lausberg
Conference paper
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation/Anaesthesiologie und Wiederbelebung/Anesthésiologie et Réanimation book series (A+I, volume 90)

Zusammenfassung

Zentrale Störungen der Temperaturregulation nach Verletzungen und operativen Eingriffen im Bereich des Zentralnervensystems unterscheiden sich von nicht zentral bedingten Temperaturabweichungen durch den Temperaturkurvenverlauf, durch das Temperaturmaximum, durch begleitende Veränderungen der übrigen vegetativen Parameter und durch den begleitenden neurologischen und psychischen Befund, um nur die wesentlichsten Faktoren zu nennen, die isoliert oder kombiniert nachweisbar sein können. Durch dauerregistrierende Temperaturmessungen in Körperkern und-schale konnte erstmals der Temperaturverlauf analysiert werden, der für bestimmte zentralnervöse Störungen spezifisch ist. Steht der zentralen Hyperthermie das nicht zentral bedingte Korrelat Fieber in grosser Häufigkeit gegenüber, so wird für die erst im Gefolge der Intensivierung der klinischen Therapie beobachtete zentrale Hypothermie das nicht zentral bedingte Korrelat einer spontanen Untertemperatur - von physikalischen Unterkühlungen abgesehen - ausgesprochen selten beobachtet. Auch die nach langdauernden Operationen öfters beobachtete Hypothermie kann nicht als nicht zentrales Korrelat gelten; denn das entscheidende Kriterium der zentralen Hypothermie ist die fehlende oder mangelnde Tendenz zur Normalisierung der Körpertemperatur, wodurch sich diese Temperaturabweichung als Ausfallsymptom ausweist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • G. Lausberg

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