Allgemeine Klinik der Wirbelsäulenverletzungen

  • L. Diethelm
  • M. Erdélyi
  • W. Hoeffken
  • H. Junge
  • O. Perey
  • W. Pfeiffer
  • K. Reinhardt
  • K. Theiler
  • G. Töndury
  • A. Wackenheim
  • H. Wolfers
  • W. Zaunbauer
Part of the Handbuch der Medizinischen Radiologie / Encyclopedia of Medical Radiology book series (HDBRADIOL, volume 6 / 1)

Zusammenfassung

Eine axiale Messung der auf die Wirbelsäule einwirkenden mechanischen Kräfte ist wegen der Vielfalt der kombiniert einwirkenden Faktoren schwierig, beim Lebenden sogar unmöglich, so daß es sich bei den gewonnenen Werten immer nur um Annäherungswerte handeln kann. Experimentelle Untersuchungen an frischen Leichenwirbelsäulen haben gezeigt, daß an der Brustwirbelsäule ein Bruch des Wirbelkörpers bei allerdings rein axialer Belastung von 250–350 kg frühestens eintritt. Dagegen widerstehen Wirbelbögen und gesunde Bandscheiben höheren Belastungen. Ferner ist schon aus diesen Versuchen eine aktive Sprengkraft des Nucleus pulposus infolge seines Turgors zu ersehen, da sich dann Bandscheibengewebe in die Fraktur der Wirbelkörper einpreßt. Beim Lebenden wird allerdings eine in die Längsachse einwirkende Belastung durch die hydraulische Pufferung in den Bandscheiben durch Gelenke und Bänder stufenweise abgefangen, so daß zusammen mit der Verspannungsleistung der Muskulatur Belastungen über 1000 kg ohne Schaden ertragen werden, bis dann zunächst die sog. Fließgrenze der Wirbelkörperspongiosa erreicht wird. Andererseits werden beim Lebenden wie erwähnt kaum einmal die experimentellen Bedingungen einer reinen Längsbelastung vorhanden sein, denn z.B. Torsionskräfte sind kaum zu erfassen. Über Einzelheiten der Festigkeit der Wirbelsäulenstrukturen im mineralogischen Aufbau in diesem Handbuch im entsprechenden Kapitel nachzulesen.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • L. Diethelm
  • M. Erdélyi
  • W. Hoeffken
  • H. Junge
  • O. Perey
  • W. Pfeiffer
  • K. Reinhardt
  • K. Theiler
  • G. Töndury
  • A. Wackenheim
  • H. Wolfers
  • W. Zaunbauer

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