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Allgemeine subjektive Sinnesphysiologie

  • R. F. Schmidt

Zusammenfassung

Die in den letzten drei Lektionen besprochenen Fakten aus der allgemeinen Sinnesphysiologie lassen sich im Prinzip als physikalische und chemische Vorgänge an den Strukturen des Organismus beschreiben. Wenn wir nun auf die subjektive Sinnesphysiologie eingehen, so können wir (vom methodischen Standpunkt) das über die Funktion der Sinnesorgane, die Informationsverarbeitung im Zentralnervensystem und die Relation von Sinnesreiz und Verhalten Gelernte außer acht lassen. In der subjektiven Sinnesphysiologie betrachten wir nur die Aussagen eines Menschen über Phänomene der Außenwelt: Als Versuchsleiter bieten wir ihm spezifische Sinnesreize an und registrieren seine Äußerungen. Wenn auch für diesen methodischen Ansatz die entsprechenden Funktionen des Nervensystems der Versuchsperson im einzelnen nicht interessieren, so befruchten sich doch subjektive und objektive Sinnesphysiologie gegenseitig ganz außerordentlich. Die meisten Fragestellungen der objektiven Sinnesphysiologie sind ursprünglich auf Grund von Erkenntnissen der subjektiven Sinnesphysiologie formuliert worden, in vielen Gebieten kommen die beiden Betrachtungsweisen zu korrelierbaren Ergebnissen, häufig lassen sich auch neue Entdeckungen der objektiven Sinnesphysiologie in Form subjektiver Erlebnisse verifizieren.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

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  • R. F. Schmidt

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