Die Entwicklung antimikrobieller Wirkstoffe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

  • T. J. Franklin
  • G. A. Snow
  • Werner Goebel
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 116)

Zusammenfassung

In der Geschichte der Medizin haben wenige Entwicklungen einen so entscheidenden Einfluß auf das menschliche Leben und die Gesellschaft ausgeübt wie die erfolgreiche Bekämpfung von Infektionen, die durch Mikroorganismen übertragen werden. Die Auswirkung dieser Entdekkung machte sich auf vielerlei Arten bemerkbar. Die hochzivilisierten Länder werden heute nicht mehr von verheerenden Seuchen heimgesucht, die in früheren Zeiten die Bevölkerung dezimierten und Elend und Zerrüttung der Gesellschaft zur Folge hatten. Ein operativer Eingriff bedeutet nicht mehr länger ein verzweifeltes Hasardspiel mit einem Menschenleben. Eine Entbindung ist durch die Bezwingung des Kindbettfiebers wesentlich gefahrloser geworden. Starben früher tagtäglich Kinder und junge Menschen an Gehirnhautentzündung, Tuberkulose und Blutvergiftung, so ist dies in der heutigen Zeit selten der Fall. Alle diese Errungenschaften werden heute als etwas Selbstverständliches hingenommen, ohne zu beachten, daß sie unser Leben grundlegend verändert haben. Die Eindämmung der Infektionskrankheiten hat ihrerseits gesellschaftliche und medizinische Probleme geschaffen. Der Sieg über die Lungenentzündung, eine Krankheit, die früher oft als „der Freund des Alters“ bezeichnet wurde, hat in unserer hochentwickelten Gesellschaft zur Erhöhung der Lebenserwartung beigetragen. Die Menschen leben länger, und die alten Menschen bilden einen immer größer werdenden Anteil unserer Bevölkerung.

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Weiterführende Lektüre

  1. Martin, H. H.: “Antimicrobial research and therapeutics”, in Modern Trends in Pharmacology and Therapeutics, Vol. 1, ed. W. F. M. Fulton ( Butterworth, London, 1966 ), S. 183.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • T. J. Franklin
  • G. A. Snow
  • Werner Goebel
    • 1
  1. 1.Institut für Mikrobiologie und Molekularbiologie derUniversität HohenheimKirchnerstraße 30Deutschland

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