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Frühmobilisation von Herzinfarktpatienten unter telemetrischer Kontrolle

  • D. Jeschke

Zusammenfassung

In der Rehabilitation von Herzinfarktkranken gehört die Übungsbehandlung zu den wesentlichsten Maßnahmen. Uneinigkeit herrscht darüber, wann mit der Mobilisation nach dem Infarktereignis begonnen werden soll. Der traditionellen Forderung, daß körperliche Belastungen einem Patienten erst nach einer Phase der strengen Bettruhe von 4–6 Wochen zugemutet werden dürfen, steht die Auffassung gegenüber, daß die Mobilisation sobald als möglich der cardialen Funktion angepaßt werden soll. Gestützt auf die günstigen Erfahrungen vorwiegend des Auslandes (1,2,3,4,5,6,7,8,10,11) hat 1968 die Weltgesundheitsorganisation (12) Richtlinien für die Frühmobilisation erarbeitet. Voraussetzung dafür ist ein komplikationsloser Infarktverlauf. Symptome einer akuten cardialen Insuffizienz oder eines cardiogenen Schocks, maligne Herzrhythmusstörungen, schwere pektanginöse Schmerzzustände und Temperaturen über 39 °C gelten als Kontraindikationen. Erst nach Besserung des klinischen Bildes ist die Mobilisation möglich. Die Übungsbehandlung ist der jeweiligen klinischen Situation und der individuellen Leistungsfähigkeit anzupassen und stufenweise zu steigern. Die körperlichen Belastungen dürfen keine Pulsfrequenzveränderungen von + 30/min/ -10/min gegenüber dem Ruhepuls, keine Herzrhythmus- oder Überleitungsstörungen, keine Atemnot, keine starke Ermüdung, keinerlei Zeichen einer cardialen Insuffizienz oder gar eines cardiogenen Schocks hervorrufen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • D. Jeschke
    • 1
  1. 1.Medizinische Klinik der Universität TübingenGermany

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