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Einleitung

  • Lise Meitner
  • Max Delbrück

Zusammenfassung

Das Streben nach der Erkenntnis der Elementarbausteine der Materie als letzte stoffliche Einheiten ist von jeher der wissenschaftlichen Naturbetrachtung zugrunde gelegen. Aber die Vorbedingungen für die Möglichkeit dieser Erkenntnis mußten erst allmählich in der fortschreitenden Entwicklung der Chemie und Physik geschaffen werden. Die Aufstellung des Periodischen Systems der Elemente bedeutete einen sehr wichtigen Erfolg auf diesem Wege; denn die in ihm sich widerspiegelnden Gesetzmäßigkeiten zwischen den verschiedenen Elementen wiesen sehr klar auf gemeinsame Elementarbestandteile hin. Die Entdeckung der Radioaktivität, d. h. der spontanen Umwandlung eines Atoms in ein anderes unter Abspaltung elektrisch geladener Teilchen (α- und β-Strahlen) und das Studium dieser Strahlen boten nicht nur eine weitere Stütze für die Existenz gemeinsamer letzter Einheiten in den Atomen, sondern auch für die Annahme, daß diese Einheiten durch elektrische Kräfte zusammengehalten sein müssen. Die in dieser Linie laufende Entwicklung der modernen experimentellen und theoretischen Atomforschung hat schließlich zur Feststellung von vier nicht weiter zerlegbaren Elementarbestandteilen geführt, nämlich Proton, Neutron, negatives Elektron und positives Elektron.

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© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • Lise Meitner
  • Max Delbrück

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