Wie sieht ein Radio-Broadcasting-Sender aus?

  • Eugen Nesper

Zusammenfassung

Für das Senden von radiotelephonischen Nachrichten für den Broadcasting-Betrieb kommen nach dem heutigen Stande der Technik in erster Linie Röhrensender inbetracht, bei denen alle elektrischen Anforderungen für den Radiotelephonverkehr in zurzeit bester Weise erfüllt werden können. Die Tatsache, daß sich Röhrensender, insbesondere für Telephoniezwecke, mit sehr großen Energien für den Dauerbetrieb wirtschaftlich noch nicht herstellen lassen, hat hier nur wenig Bedeutung, denn die Broadcasting-Sender sollen Distrikte bestreichen, deren Radien verhältnismäßig gering sind. Im allgemeinen wird man mit Entfernungen von 500–1000 km vollkommen zufrieden sein können. Die meisten Empfänger werden sogar viel näher am Sender liegen. Im übrigen ist es durch Benutzung moderner Verstärkerschaltungen, wie z. B. hochwertiger Reflexschaltungen, ohne weiteres möglich, Broad— casting-Anlagen auf erheblich größere Entfernungen hin einwands-frei im Empfänger zuerhalten. Man kann z.B. mit einer verhältnis mäßig niedrigen Hausantenne, die sich im Zentrum Berlins befindet, mit ausreichender Lautstärke die Londoner Oper (900 km Entfernung) empfangen, trotz der gerade in Berlin zahlreich vorhandenen Energie verzehrenden Leitungsnetze aller Art.

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© Julius Springer in Berlin 1923

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  • Eugen Nesper

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