Einleitung

  • Wolfgang Stegmüller
Chapter

Zusammenfassung

Quines Aufsatz über die beiden Dogmen des Empirismus bildete, wie man retrospektiv, über dreißig Jahre nach der ersten Veröffentlichung sagen kann, einen Meilenstein in der Entwicklung der modernen Wissenschaftstheorie. Zwar ist ein Abrücken vom empiristischen Ansatz weder Ziel noch Effekt der Quineschen Kritik gewesen. Aber sie hat deutlich gemacht, daß der moderne Empirismus beim Studium des Aufbaus wissenschaftlicher Theorien, ihrer Beurteilungen und ihrer Anwendungen sich viel zu enge Schranken setzte. Die beiden selbstauferlegten Fesseln bestehen nach Quine in der scharfen Trennung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen sowie in der These, daß alle in empirischen Wissenschaften verwendeten nichtlogischen Begriffe definitorisch auf einige Grundbegriffe zurückführbar seien, die sich nur auf Beobachtbares beziehen.

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Bibliographie

  1. I. Lakatos und A. Musgrave (Hrsg.), [Erkenntnisfortschritt], Kritik und Erkenntnisfortschritt, Braunschweig 1974 (engl. Original Cambridge 1970). In diesem Buch befindet sich sowohl der zitierte Aufsatz von Lakatos, „Falsifikation und die Methodologie wissenschaftlicher Forschungsprogramme”, S. 89—189, als auch die Erwiderung von Kuhn, „Bemerkungen zu meinen Kritikern”, S. 223—269. Alle übrigen Literaturangaben mit Kurztitel finden sich in der neuen Bibliographie zu Kapitel XI.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Stegmüller
    • 1
  1. 1.GräfelfingDeutschland

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