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Die Entwicklung der Quantentheorie 1918–1928

  • W. Heisenberg
  • G. Hertz
Part of the Gesammelte Werke / Collected Works book series (HEISENBERG, volume B)

Zusammenfassung

Als Max Planck im Jahre 1900 den Satz schrieb: „Es ist notwendig, die Energie eines Resonators nicht als eine stetige, unbeschränkt teilbare, sondern als eine diskrete, aus einer ganzen Zahl von gleichen Teilen zusammengesetzte Größe aufzufassen“, da ahnte er wohl kaum, daß sich im Lauf von nicht ganz dreißig Jahren aus diesem, den damals bekannten physikalischen Prinzipien widersprechenden Satz eine Theorie der atomaren Vorgänge entwickeln würde, die an physikalischer Geschlossenheit und mathematischer Einfachheit den klassischen Disziplinen der theoretischen Physik um nichts nachsteht. Vor elf Jahren feierten die Physiker den sechzigsten Geburtstag des Schöpfers der Quantentheorie. Damals wußte man, daß seine Theorie in neue, unerschlossene Gebiete der Physik führte, daß die Plancksche Hypothese der Leitfaden war, mit dessen Hilfe man nach Bohrs Entdeckungen den Weg durch das Labyrinth der Atomphysik und der Serienspektren finden würde. Aber selbst damals mußte noch jedem Erfolge der jungen Theorie ein „Aber“ beigefügt werden. Denn noch trennte eine unüberbrückbare Kluft die Quantenphysik von der klassischen Physik; hoch fehlte der Quantentheorie die Klarheit und die harmonische Geschlossenheit der klassischen Disziplinen. Diese Vollendung des von Planck begonnenen Werkes ist nun in den letzten zehn Jahren gelungen. Die endgültige Klärung der Quantenphysik geschah durch die zum Teil ganz überraschende Kombination scheinbar widersprechender Forschungsrichtungen und durch die intensive Zusammenarbeit der Physiker der verschiedensten Nationen, Es war eine ganz abenteuerliche Zeit, voll von Überraschungen und Enttäuschungen, von Erfolgen und von tiefliegenden Schwierigkeiten, deren Diskussion uns bis an die Grundlagen aller physikalischen Erkenntnis geführt hat.

Development of Quantum Theory 1918–1928

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Literatur

  1. Eine auch nur annähernd vollständige Literaturangabe wäre im Rahmen dieses Artikels unmöglich, da sie mehrere Seiten füllen würde. Ich verweise daher auf A. Sommerfelds Buch über Atombau-und Spektrallinien, insbesondere auch „Wellenmechanischer Ergänzungsband“ (Vieweg), ferner M. Born, Atommechanik (Springer 1926 )Google Scholar
  2. F. Hund, Linienspektra und periodisches System der Elemente (Springer 1927 )Google Scholar
  3. W. Pauli, Quantentheorie (Geiger-Scheelsches Handbuch der Physik 23, Springer). In diesen Werken findet man wohl alle wichtigen Arbeiten zitiert.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • W. Heisenberg
    • 1
  • G. Hertz
    • 2
  1. 1.LeipzigGermany
  2. 2.BerlinGermany

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