Advertisement

Fortschritte in der Beckenchirurgie

  • D. Havemann
  • H.-J. Egbers
  • E. Draijer
Chapter

Zusammenfassung

Bis heute muß die mit einem Anteil von 5–8% an allen Knochenbrüchen auftretende Beckenringfraktur wegen der häufigen Komplexität des Verletzungsbildes und der damit verknüpften Schwere der Gesamtverletzung, besonders durch in etwa 60% der Verletzungsfälle vorhandene Polytraumatisation, als „Problemfraktur“ angesehen werden [12,13]. Das gilt besonders für die mit Verlust der Beckenringform und -Stabilität verbundenen Brüche. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dienten fast ausschließlich kasuistische Mitteilungen über den Beckenbruch, den Verlauf der stets konservativen Therapie und des Ausganges als sogenannte „Therapieleitlinien“. Erst von der Mitte des 20. Jahrhunderts ab, d.h. etwa 100 Jahre nach der ersten präzisen Beschreibung der instabilen, doppelten, vertikalverlaufenden Beckenringfraktur durch Malgaigne folgte der Gruppeneinteilung in Beckenrand- und Beckenringverletzungen durch Rieger [14] die Erkennung der für die Schäden am Beckenring entscheidenden Abhängigkeit von Richtung und Größe der einwirkenden Kraft, die nach Bruchlastuntersuchungen am Beckenring zwischen 4000–7500 N beträgt [5].

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Draijer F (1996) Urologische und neurologische Langzeitfolgen bei Beckenverletzungen. Vortrag zur 60. Jahrestagung der DGU in Berlin, 20.–23.11.96, persönl. Mitteilung.Google Scholar
  2. 2.
    Egbers HJ (1992) Stabilisierung des Beckenrings mit Fixateur externe. Orthopädie 21:363–372.Google Scholar
  3. 3.
    Egbers HJ (1993) Kräfteverteilung im ventralen und dorsalen Beckenring bei äußerer Fixation und Körperlast. Habilitationsschrift, Kiel.Google Scholar
  4. 4.
    Havemann D, Rogner O, Frey D (1984) Sozialpsychologische Aspekte der Genesung von Unfallpatienten. Hefte zur Unfallheilkunde 162:311–312.Google Scholar
  5. 5.
    Havemann D, Egbers HJ (1989) Der Fixateur externe bei der Behandlung schwerer Beckenfrakturen. Langenbecks Arch Chir Suppl II (Kongreßbericht): 445–449.Google Scholar
  6. 6.
    Havemann D, Egbers HJ, Draijer F, Zimmermann M (1996) Die Bedeutung der primären und sekundären Wiederherstellung nach pelvinen Verletzungen für die Erhaltung der Lebensqualität. Mitteilungen und Nachrichten Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie, Suppl 1, „Unfallchirurgie—Lebensqualität“, 34:62–67.Google Scholar
  7. 7.
    Jungbluth KH, Sauer HD, Schöttle H (1979): Ergebnisse der operativen Rekonstruktion verschobener Azetabulumfrakturen—AO-Sammelstatistik. Hefte zur Unfallheilkunde 140: 154–156.PubMedGoogle Scholar
  8. 8.
    Matta JM, Cockin J, Letournel E (1991). In: Müller ME, Allgöwer M, Schneider R, Willenegger H (Eds) Manual of internal fixation. Springer, Berlin Heidelberg New York, pp 501–518.Google Scholar
  9. 9.
    Müller ME, Nazarian S, Koch P, Schatzker J (1990) The Comprehensive Classification of Fractures of Long Bones. Springer, Berlin Heidelberg New York.Google Scholar
  10. 10.
    Pauwels F (1965) Gesammelte Abhandlungen zur funktionellen Anatomie des Bewegungsapparates. Springer, Berlin Heidelberg New York, S183–196.Google Scholar
  11. 11.
    Pennal GF, Tile M, Waddel JP, Garside H (1980) Pelvic disruption: Assessment and ossification. Clin Orthop. 151:12–21.PubMedGoogle Scholar
  12. 12.
    Pohlemann T (1995) Beckenstudie der Arbeitsgruppe Becken der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und AO-International. Hefte zu Der Unfallchirurg 257:446–459.Google Scholar
  13. 13.
    Pohlemann T, Tscherne H, Baumgärtel F, Egbers H-J, Euler E, Maurer F, Fell M, Mayr E, Quirini WW, Schlickewei W, Weinberg A (1996) Beckenverletzungen: Epidemiologie, Therapie und Langzeitverlauf. Unfallchirurg 99:160–167.PubMedCrossRefGoogle Scholar
  14. 14.
    Rieger H (1993) Die instabile Beckenringverletzung. Habilitationsschrift, Münster.Google Scholar
  15. 15.
    Tile M, Burri C, Poigenfürst J (1991). In: Müller ME, Allgöwer M, Schneider R, Willenegger H (eds) Manual of internal fixation. Springer, Berlin Heidelberg New York, pp 485–500.Google Scholar
  16. 16.
    Tscherne H, Pohlemann T (1996) Beckenverletzungen: niedrige Inzidenz, aber unbefriedigende Ergebnisse. (Editorial) Unfallchirurg 99:159.PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • D. Havemann
  • H.-J. Egbers
  • E. Draijer

There are no affiliations available

Personalised recommendations