Veränderungen der Körperkerntemperatur und des intraperitonealen Milieus während eines Pneumoperitoneums

  • Kerstin Gründel
  • B. Böhm
  • T. Junghans
  • W. Schwenk
  • J. M. Müller
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume I/99)

Zusammenfassung

Die Körpertemperatur wird normalerweise im Rahmen der Thermoregulation im Bereich weniger Zehntel konstant gehalten. Selbst kleine Schwankungen im Körperkern werden durch die Autoregulation auf ein Minimum beschränkt, um so die optimierten Stoffwechselprozesse nicht zu beeinträchtigen. Perioperativ können Patienten jedoch massiv auskühlen. Diese Beobachtung wurde hauptsächlich nach großen abdominellen Eingriffen gemacht. Überraschenderweise wurde festgestellt, daß Patienten auch nach laparoskopischen Eingriffen eine Hypothermie entwickeln können, obgleich der Wärmeverlust bei deutlich kleineren Inzisionen und fehlender Darmeventeration eigentlich geringer sein müßte. So konnte ein Abfall der Körperkerntemperatur um 1–2°C insbesondere nach länger dauernden laparoskopischen Operationen beobachtet werden. Möglicherweise wird die Hypothermie durch hohe kontinuierliche Durchflußraten des Insufflationsgases mit nicht angewärmtem Gas verursacht. Deshalb untersuchten wir die Veränderung der Körperkerntemperatur und des intraperitonealen Milieus während eines Pneumoperitoneums mit unterschiedlichen Gasdurchflußraten und Insufflations-temperaturen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Kerstin Gründel
    • 1
  • B. Böhm
    • 1
  • T. Junghans
    • 1
  • W. Schwenk
    • 1
  • J. M. Müller
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Charité, Campus Berlin-MitteGermany

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