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Schlußfolgerungen für die analytische Psychosentherapie

  • Paul Matussek

Zusammenfassung

Wir haben im Laufe der Untersuchungen wiederholt auf unsere Erfahrungen an der Forschungsstelle für Psychopathologie und Psychotherapie in der MaxPlanck-Gesellschaft hingewiesen. Sie firmierten unter dem Etikett Analytische Psychosenpsychotherapie. Allerdings war diese Therapie keine wohldefinierte psychotherapeutische Einheit, wie es etwa die Verhaltenstherapie zu sein vorgibt. Diese kann man auf einige Grundmerkmale beschränken und so beschreiben, daß sich jeder unter ihr das gleiche vorstellen kann. Das war bei unserer Therapie nicht der Fall, weil es eine solche Einkriterienmethode in der Psychoanalyse nicht geben kann, schon gar nicht in der analytischen Psychotherapie. Die Krankheit Schizophrenie, bei der man heute viel lieber, weil mit größerer Berechtigung, von Störungen spricht, ist keine genau definierte Einheit wie etwa die Formel für eine Aspirintablette. Sie enthält die verschiedensten Stärkegrade, unterschiedliche Erscheinungsbilder und eine nicht immer gleich geartete prä- und postpsychotische Symptomatik. So unterschiedlich wie ihre Begriffssysteme sind daher auch die Formen der psychoanalytischen Therapie, wie ich es in dem Reader „Psychotherapie schizophrener Psychosen“ (Matussek 1976) beschrieben habe.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Paul Matussek
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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