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Evozierte Potenziale (EP)

  • Manfred Stöhr
  • Regina Kraus
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Zusammenfassung

Eine Reizung von Sinneszellen führt in den zugehörigen Nervenfasern zu einer Erregung, die über die entsprechende Sinnesbahn zur Hirnrinde fortgeleitet wird. Jede Sinneserregung ruft somit in der modalitätsspezifischen primären Großhirnrinde ein Antwortpotenzial hervor, das als evoziertes Potenzial bezeichnet wird. In Abhängigkeit von der Reizart werden visuell, akustisch und somatosensibel evozierte Potenziale (VEP, AEP, SEP) unterschieden. Im Gegensatz zur zentripetalen Impulsleitung in den optischen, akustischen und sensiblen Leitungsbahnen erfolgt bei den motorisch evozierten Potenzialen nach Magnetstimulation (MEP) eine zentrifugale Ausbreitung der Erregung. Durch Magnetstimulation im Bereich der motorischen Rinde werden kortikospinale (bzw. kortikobulbäre) Neurone aktiviert, wobei die Erregung über die Pyramidenbahn zu den motorischen Vorderhornzellen und von dort zum jeweiligen Zielmuskel weitergeleitet wird.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Manfred Stöhr
    • 1
  • Regina Kraus
    • 1
  1. 1.Klinik für Neurologie und klinische NeurophysiologieZentralklinikum AugsburgAugsburgGermany

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