Radioulzera nach Röntgenweichstrahltherapie epithelialer Tumoren der Haut

  • E. M. Hermsteiner
  • R. Rupprecht
  • A. Lippold
  • G. Bramkamp
  • C. Breitkopf
  • K. W. Schulte
  • V. Jasnoch
  • H. J. Eismann
  • C. Stock
  • H. Pannes
  • L. Suter
Conference paper

Zusammenfassung

Wie häufig treten Radioulzera in der Nachsorgeperiode nach einer Röntgenweichstrahltherapie von Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen der Haut auf? Wie belastend ist die Behandlung dieser Strahlenfolge?

Von 1988–1991 haben wir 1043 Basalzell- und Plattenepithelkarzinome der Haut mit weichen Röntgenstrahlen behandelt (Gesamtdosen 35–101,5 Gy, für 97,5% der Tumoren: 45–85 Gy). Wir haben Informationen über einen Zeitraum von 5 Jahren nach der Strahlenbehandlung oder bis zum Tod der Patienten für 96,4% der Bestrahlungsfelder erhalten.

47 Radioulzera (4,7%) traten auf. Radioulzera waren signifikant häufiger am behaarten Kopf, an der Lippe, dem Ohr, der Stirn und der Schläfe, nach Verwendung tiefer eindringender weicher Röntgenstrahlen und nach höheren Gesamtdosen. 42 Radioulzera wurden durch feuchte Umschläge und Salben geheilt, 3 Radioulzera (0,3% der ursprünglich bestrahlten Felder) sprachen auf eine konservative Behandlung nicht an. 2 Radioulzera rezidivierten.

Radioulzera nach Röntgenweichstrahltherapie sind relativ selten und sprechen in der Regel auf eine konservative Behandlung an. Der Wert einer Röntgenweichstrahltherapie wird durch diese Strahlenfolge nicht wesentlich gemindert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • E. M. Hermsteiner
  • R. Rupprecht
  • A. Lippold
  • G. Bramkamp
  • C. Breitkopf
  • K. W. Schulte
  • V. Jasnoch
  • H. J. Eismann
  • C. Stock
  • H. Pannes
  • L. Suter

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