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Der Arzneimittelmarkt in der Bundesrepublik Deutschland

  • H. Schröder
  • G. W. Selke

Zusammenfassung

Im Jahre 1999 zeigt sich der Arzneimittelmarkt wiederum als Spiegel der gesundheitspolitischen Entwicklungen. Während im ersten Quartal 1999 noch ein Spitzenwert des GKV-Fertigarzneimittelumsatzes seit 1997 mit einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 8,1 % erreicht wurde, zeigte sich im weiteren Jahresverlauf 1999 bezogen auf den absoluten GKV-Fertigarzneimittelumsatz moderatere Werte (Abbildung 52.1). Dagegen wird bei der Betrachtung der Veränderungswerte im Vergleich zu den Vorjahresquartalen deutlich, daß nach der Bekanntgabe des Gemeinsamen Aktionsprogramms der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherung und des Bundesministeriums für Gesundheit im vierten Quartal ein Umsatzrückgang von 2,7% und ein Verordnungsrückgang von 10,3 % zu verzeichnen ist. Es kann vermutet werden, daß diese Entwicklung zu dem Ergebnis 1999 beigetragen hat: Von den 23 Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland haben nur insgesamt acht das Budget mit einer Summe von 410 Mio. DM überschritten, wobei drei die gesetzliche Haftungsgrenze von 5 % der Budgetsumme übertroffen haben (Klauber und Niemeyer 2000). Die Frage, welche der einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen ihr Budget aufgrund des Gemeinsamen Aktionsprogramms eingehalten haben, kann auf der Basis der vorliegenden Daten nicht beantwortet werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • H. Schröder
    • 1
  • G. W. Selke
    • 2
  1. 1.Wachtberg-LießemDeutschland
  2. 2.BonnDeutschland

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