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Psychogene Störungen nach Unfällen mit geringem Körperschaden

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Zusammenfassung

Gerade nach Unfällen mit geringen Körperschäden sind lang hingezogene, multilokuläre Beschwerdekomplexe nicht selten. Dabei korrelieren Beschwerdeausmaß und auf den Körper des Verletzten unfallbedingt einwirkende Energie nicht, oder, wie etwa im Falle des sog. „Halswirbelsäulenschleudertraumas“, sogar umgekehrt [12]. Mit anderen Worten werden die Symptome des sog. „late whiplash syndrome“ [2] von Verletzten mit nachgewiesenen Strukturverletzungen der HWS signifikant seltener geklagt als von Verletzten, bei denen, etwa mittels eines technischen Sachverständi-gengutachtens, allenfalls geringe Krafteinwirkung auf das Fahrzeug und damit den Körper resp. die HWS der verletzten Person wahrscheinlich gemacht werden kann [12]. Darüber hinaus finden sich derartige Beschwerdekomplexe bei unfallgeschädigten Personen signifikant häufiger als unter Unfallverursachern [13].

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

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