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Brauchen chirurgische Kliniken Qualitätsmanagement (qm) zum Nachweis von Excellence und Leadership?

  • P. Buechler
  • H. Friess
  • M. W. Mueller
  • M. W. Buechler
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2002)

Zusammenfassung

Qualitätssicherungsmaßnahmen sind seit dem GSG von 1988 gesetzlich verankert, deren Bedeutung durch die GKV-Gesundheitsreform 2000 deutlich gestärkt und die Verantwortung zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität den Leistungserbringer übertragen worden. Seit Jahren unterhält die DGC verschiedenste Qualitätssicherungsprogramme. Qualitätssichernde Maßnahmen befassen sich hauptsächlich mit Aspekten der Struktur-, Prozess- und vor allem Ergebnisqualität. Eine wichtige Neuregelung für Krankenhäuser ist die Verpflichtung zur Einführung und Weiterentwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagement-Systems. Im Gegensatz zur Qualitätssicherung ist Qualitätsmanagement (QM) ist eine Managementmethode, die Qualität in den Mittelpunkt der Bemühungen des gesamten Klinikpersonals rückt. Ein funktionierendes QM-System ist charakterisiert durch ständiges Bestreben, die Bedürfnisse der Patienten, Angehörigen, Mitarbeiter und zuweisenden Ärzte (Stakeholders) einer Klinik zu berücksichtigen. Die Einführung eines funktionierenden QM-Systems bis spätestens 01.01.2005 ist nicht nur für alle Einrichtungen des Gesundheitswesens gesetzlich vorgeschrieben, sondern kann auch für eine Steigerung der Effizienz und Effektivität sehr nützlich sein. Ziel: Im Rahmen dieses Vortrages sollen die wesentlichen Merkmale von QM-Systemen im allgemeinen, die Abgrenzung zur Qualitätssicherung und der weitere Weg zum sog. Total Quality Management (TQM) einer chirurgischen Klinik erläutert werden. Weiterhin werden die wichtigsten QM-Systeme, das der European Foundation for Quality Management (EFQM), der DIN EN ISO 9001:2000, sowie die Zertifizierungen nach KTQ und nach DIN EN ISO 9001:2000 vergleichend dargestellt. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Zielsetzungen dieser Systeme herausgestellt. Weiterhin wird auf die Notwendigkeit einer institutionelle Einbindung moderner QM-Systeme im Rahmen eines bereichsübergreifenden Management-Konzepts einer Klinik (z.B. Balanced Scorecard, Corporate Identity etc.) und im besonderen von chirurgischen Kliniken eingegangen. Schluβfolgerung: Ein funktionierendes QM in chirurgischen Kliniken ist essentiell, um neuen gesetzlichen Anforderungen und Forderungen der Politik und Krankenkassen erfolgreich und proaktiv zu begegnen. Als zentraler klinischer Leistungserbringer muss die Chirurgie im Rahmen der QM-Implementierung anderen Abteilungen einen Schritt voraus sein, um nicht von diesen (z.B. Anästhesie) bevormundet zu werden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • P. Buechler
    • 1
  • H. Friess
    • 1
  • M. W. Mueller
    • 1
  • M. W. Buechler
    • 1
  1. 1.Abteilung für Allgemeine Chirurgie, Viszerale- und UnfallchirurgieUniversität HeidelbergHeidelbergGermany

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