Rekonstruktion von großen Thoraxwanddefekten als palliatives Therapiekonzept beim exulzeriertem fortgeschrittenen Mamma-Karzinomen

  • M. Peiper
  • T. Langwieler
  • C. Thomssen
  • C. F. Eisenberger
  • J. R. Izbicki
  • W. T. Knoefel
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2002)

Zusammenfassung

Die Rekonstruktion komplexer Defekte der Thoraxwand nach ausgedehnten Resektionen bei Patientinnen mit fortgeschrittenen Mammakarzinomen stellt eine chirurgische Herausforderung dar. Patienten und Methodik: 6 Patientinnen mit einem lokal fortgeschrittenen Mammakarzinom wurden in unserer Klinik mit einer radikalen Thoraxwandresektion operiert. Hierbei wurden nach der partiellen Rippenresektion die Defekte mit einem M.latissimus dorsi-Schwenklappen und einer rechtsgestielten Omentum majus-Plastik durch eine craniale abdominelle Fasziotomie gedeckt. Postoperativ erfolgte die Hämodilution zur Verbesserung der Netzdurchblutung. Nach Einheilung des Netzes erfolgte in einem zweiten Schritt 5. Tage später die sekundäre Meshgraft-Deckung des Omentum majus nach Spalthaut-Gewinnung vom Oberschenkel. Ergebnisse: In allen Fällen kam es zum primären Einheilen der geschwenkten Muskulatur und des gestielten Omentum majus. Die sekundäre Deckung mit Spalthaut ergab in 2 von 3 Fällen eine komplette Deckung des Netzes. In einem Fall zeigte sich eine partielle Nekrose des Netzes. In diesem Fall konnte der Defekt ohne weitere chirurgische Intervention von umliegenden Gewebe gedeckt werden. Schluβfolgerung: Die Deckung großer Defekte der Thoraxwand nach ausgedehnter Resektion von lokal fortgeschrittenen Mammakarzinomen mittels geschwenktem M.latissimus dorsi und gestieltem Omentum majus stellt eine gute Palliation mit deutlicher Steigerung der Lebensqualität bei geringer Komplikationsrate dar.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • M. Peiper
    • 1
  • T. Langwieler
    • 1
  • C. Thomssen
    • 2
  • C. F. Eisenberger
    • 1
  • J. R. Izbicki
    • 1
  • W. T. Knoefel
    • 1
  1. 1.Chirurgische KlinikGermany
  2. 2.FrauenklinikUniversitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburgGermany

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