Charakteristika und Prognose epi- und subduraler Hämatome im Kindesalter

  • U. Gemander
  • K. Rothe
  • T. Woller
  • J. Bennek
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2002)

Zusammenfassung

Im Zeitraum von 01/1991 bis 01/2001 wurde an der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universität Leipzig 58 Kinder mit Epi- oder Subduralhä-matom operativ versorgt. Ziel dieser retrospektiven Studie ist die Darstellung der besonderen Charakteristika des kindlichen Epi- oder Subduralhämatoms sowie der Unterschiede zum Erwachsenen. Ergebnisse: In unserer Serie sind die meisten Epiduralhämatome nach leichteren Traumen entstanden. 2/3 der Patienten zeigten ein freies Intervall bis zur klinischen Manifestation. Subdurale Hämatome betrafen jüngere Kinder und Säuglinge mit einem hohen Anteil von Kindesmisshandlungen. 18% der Kinder hatten Zusatzverletzungen, 10% waren polytraumatisiert. Von 58 operierten Kindern überlebten 55. Alle 3 verstorbenen Kinder wiesen multiple Hirnkontusionen auf. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 5,6 Jahre nach Unfall. 88% wurden als ‚good recovery’ gemäß Glasgow Outcome Scale beurteilt, 2 Patienten mussten in die Kategorie ‚moderate disability’ und 2 Kinder nach subduralem Hämatom in die Gruppe ‚severe disability’ eingeteilt werden. Schluβfolgerung: Unsere Analyse zeigt, daß die Langzeitprognose nach Epiduralhämatom im Gegensatz zum Erwachsenen beim Kind sowohl bezüglich Überleben als auch besonders bezüglich Lebensqualität sehr günstig ist. Problematischer ist das Subduralhämatom, wobei der Einfluss der wiederholten Traumatisierung ausschlaggebend sein kann.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • U. Gemander
    • 1
  • K. Rothe
    • 1
  • T. Woller
    • 1
  • J. Bennek
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für KinderchirurgieUniversitätsklinikum LeipzigLeipzigGermany

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