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Wertigkeit der MR-Angiographie im follow-up nach cruro-pedalen Bypassanlagen

  • F. Verrel
  • O. Meissner
  • V. Ruppert
  • H. Ramirez
  • F. Tato
  • B. Steckmeier
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2002)

Zusammenfassung

Die Gefahr des Extremitätenverlustes bei Verschluss eines femoro-cruralen/pedalen Bypasses macht ein engmaschiges follow-up der multimorbiden Patienten erforderlich. Goldstandard in der Beurteilung einer drohenden Bypassinsuffizienz ist derzeit die DSA. Fragestellung dieser prospektiven Studie war es, die Wertigkeit der nicht-invasiven, komplikationsarmen MR-Angiographie im Vergleich zu klinisch/angiologischen Verfahren und der DSA zu untersuchen. Material und Methoden: Von 07/1998 bis 07/2000 wurden 68 Patienten an 73 Extremitäten revaskularisiert. 8 Patienten (12,1%) verstarben, 14 Patienten (21,1%) erlitten eine Majoramputation. 34/46 Patienten wurden über einen Zeitraum von 19,7 ±1,6 Monate klinisch/angiologisch nachkontrolliert. Bei 20 Patienten konnte zusätzlich eine MRA durchgeführt werden. 6 Patienten erhielten eine DSA. Alle Untersuchungsmodalitäten wurden anhand qualitativer und quantitativer Merkmale klassifiziert. Ergebnisse: In 19/20 MR-Angiographien wurde der Bypass hinsichtlich räumlicher Auflösung und Gefäßkontrast als sehr gut bis gut beurteilt. In 4/20 stellte sich die distale Anastomose ungenügend dar. Venöse Überlagerungen fanden sich in 13/20 vorwiegend am Unterschenkel, die die Beurteilung von Bypass und Abstrom nur 2mal behinderten. Im quantitativen Vergleich zwischen MRA und DSA ergab sich eine hohe Übereinstimmung (Korrelationskoeffizient r = 0,90). Vor- und nachgeschaltete Strombahnhindernisse sowie proximale Anastomosenstenosen wurden in der FKDS im Vergleich zur MR-Angiographie und DSA unterschätzt, in 2 Fällen bei hochgradigen, in 3 Fällen bei mittelgradigen Stenosen. 4 dieser Stenosen wurden zur Bypasserhaltung dilatiert. Zusammenfassungg: Die MR-Angiographie ist bei komplexen Rekonstruktionen der cruro-pedalen Strombahn der FKDS überlegen. Die Ergebnisse sind qualitativ und quantitativ mit dem Goldstandard DSA vergleichbar, eine Stenoseüberschätzung fand sich in keinem Fall. Die MR-Angiographie kann bei klinischem Hinweis auf eine Bypassinsuffizienz eine diagnostische DSA ersetzten. Bei unklarem Befund bzw. bei Indikation zur Intervention erfolgt die DSA direkt in antegrader Punktionstechnik.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • F. Verrel
    • 1
  • O. Meissner
    • 2
  • V. Ruppert
    • 1
  • H. Ramirez
    • 2
  • F. Tato
    • 3
  • B. Steckmeier
    • 1
  1. 1.Chirurgische Klinik und PoliklinikKlinikum der Universität München-InnenstadtMünchenGermany
  2. 2.Institut für klinische RadiologieKlinikum der Universität München-InnenstadtMünchenGermany
  3. 3.Medizinische Poliklinik, Gefäßzentrum-AngiologieKlinikum der Universität München-InnenstadtMünchenGermany

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