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Untersuchungen zur HLA-Klasse-I-Downregulierung bei Weichteilsarkomen mit Expression des tumorspezifischen MAGE-Antigens zur Evaluation eines potentiellen adjuvanten Therapieansatzes

  • A. Kutup
  • S. B. Hosch
  • P. Scheunemann
  • M. Peiper
  • V. N. Kalinin
  • K. Pantel
  • J. R. Izbicki
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2002)

Zusammenfassung

Zielsetzung: Die Prognose bei Weichteilsarkomen ist auch aufgrund fehlender potenter, adjuvanter Therapieregime unverändert schlecht. Durch ein von uns etablierte RT-PCR-Assay zur gleichzeitigen Evaluation von 12 MAGE-Antigenen konnte bei 80% der untersuchten Weichteilsarkomen die Expression eines oder mehrerer Subtypen des tumorspezifischen MAGE-Antigens geführt werden. Wegen der Tumorspezifität könnten die MAGE-Peptide eine interessante Zielstruktur für eine spezifische antitumorale Immuntherapie darstellen. Voraussetzung ist die HLA-Klasse-I (HLA-A1, -A2, -Cw* 1601) restringierte Antigenpräsenta-tion. Wir haben deshalb bei MAGE-positiven Weichteilsarkomen die HLA-Klasse-I-Anti-genexpression untersucht. Material und Methodik: Aus kryoasservierten Gewebeproben von Weichteilsarkomen wurde mittels eines Purification-Kits Gesamt-RNA isoliert. Aus dieser erfolgte die Synthetisierung der cDNA und anschließend die Amplifizierung mit der Reverse-Transscription-Polymerase-Chain-Reaction (RT-PCR). Die PCR-Produkte wurden in der Agarose-Gel-Elektrophorese separiert. Zur Antigendarstellung im Tumorgewebe wurde die APAAP-Methode verwendet. Die Expression der HLA-Klasse-I-Antigene wurde mit dem monoklonalen Maus-Antikörper W6/32, welcher die entsprechenden Antigene detektiert, dargestellt. Als Positivkontrolle für die HLA-Klasse-I-Antigene dienten das den Tumor umgebende Gewebe und gesunde Kolonmukosa. Als Isotyp-Kontrolle für die monoklonalen Antikörper diente der Maus-Antikörper MOPC-21. Resultate: Eine Expression von einem oder mehreren MAGE-Genen wurde bei 24 von 30 Tumoren (80%) beobachtet. 17 Tumoren (56,7%) exprimierten zwischen 2 und 4 MAGE-Genen. 7 Tumoren (23,3%) exprimierten ein Gen, 9 Tumoren (30%) 2 Gene und jeweils 4 Tumoren (13,3%) exprimierten 3 bzw. 4 MAGE-Gene. Von den 24 untersuchten Weichteilsarkomen exprimierten 1 Tumor (4,2%) MAGE-1, 12 (50%) MAGE-2, 1 (4,2%) MAGE-3, 11 (45,8%) MAGE-4, 2 (8,3%) MAGE-6, 2 (8,3%) MAGE-7, 1 (4,2%) MAGE-8, 3 (12,5%) MAGE-10, 3 (12,5%) MAGE-11 und 17 Tumoren (70,8%) MAGE-12. Bei 8 der 24 Tumoren (33,3%) zeigte sich eine kräftige HLA-Anfärbung in über 75% der Tumorzellen. Einer der Tumoren (4,2%) zeigte eine 50 bis 75%ige und 2 Tumoren (8,3%) eine 26 bis 49%ige Anfärbung. Ein Verlust der HLA-Klasse-I-Antigene in weniger als 25% der Tumorzellen konnte bei 13 der Tumoren (54,2%) festgestellt werden. Zusammenfassungg: Die MAGE-Expression findet sich in 80% der untersuchten Weichteilsarkomen. 33% dieser Patienten hatten ein normales HLA-Klasse-I-Expressionsmuster. Somit könnte durch die kombinierte Evaluation des MAGE-Antigens und des HLA-Status eine Gruppe von Patienten identifiziert werden, die einer spezifischen, antitumoralen adjuvanten Therapie zugeführt werden könnte.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • A. Kutup
    • 1
  • S. B. Hosch
    • 1
  • P. Scheunemann
    • 1
  • M. Peiper
    • 1
  • V. N. Kalinin
    • 1
  • K. Pantel
    • 2
  • J. R. Izbicki
    • 1
  1. 1.Abteilung für Allgemeinchirurgie, Klinik und Poliklinik für ChirurgieUniversitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburgGermany
  2. 2.Abteilung für Molekulare Onkologie, Klinik und Poliklinik für FrauenheilkundeUniversitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburgGermany

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