Endoskopische Therapie bei sehr großen Anastomoseninsuffizienzen nach tiefer anteriorer Rektumresektion

  • S. Schinkel
  • R. Merkle
  • F. W. Speisberg
  • G. Meyer
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 2002)

Zusammenfassung

Die Anastomoseninsuffizienz nach tiefer anteriorer Rektumresektion stellt eine häufige Komplikation dar, die in bis zu 30% nach colo-analer Anastomose auftritt. Es wird daher die Anlage eines doppelläufigen Schutzileostomas empfohlen. Bei Patienten, bei denen primär auf ein Anus praeter verzichtet wurde, muß beim Auftreten einer Insuffizienz in der Regel sekundär ein Anus praeter angelegt werden. Bei ausgewählten Patienten ohne Zeichen einer systemischen Infektion kann die endoskopische Therapie alleine ausreichend sein. Regelmäßige endoskopische Nekroseabtragungen und Spülungen in Kombination mit der Applikation von Fibrinkleber werden bei allen Patienten mit Insuffizienzen durchgeführt. Durch die frühzeitige endoskopische Therapie kann die Heilung der Insuffizienz beschleunigt werden. Falls eine erneute OP notwendig sein sollte, werden deren Chancen durch die vorausgegangene endoskopische Behandlung nicht verschlechtert.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • S. Schinkel
    • 1
  • R. Merkle
    • 1
  • F. W. Speisberg
    • 1
  • G. Meyer
    • 1
  1. 1.Chirurgische Klinik und Poliklinik — GroßhadernKlinikum der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenGermany

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