Advertisement

Temperaturempfindlichkeit

Chapter
  • 631 Downloads
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Alle Lebensvorgänge sind temperaturabhängig. Temperatursensoren vermitteln Informationen über die eigene Körperwärme und die Außentemperaturen. Wirbeltiere besitzen auf der Haut und im Körperinnern (z. B. in Wänden von Blutgefäßen) Kälte- und Wärmerezeptoren, die auf entsprechende Abweichungen von einer Indifferenztemperatur (z.B. bei menschlicher Haut ca. 30 °C) mit erhöhten Entladungsraten antworten. Bei den Temperaturrezeptoren handelt sich um freie Nervenendigungen, die auf der Haut unmittelbar unter oder in der Epidermis kleine rezeptive Felder bilden. Die spezifische Sensibilität für Temperatur beruht wahrscheinlich auf Mitochondrien, die bei Erwärmung Ca++ ins Cytoplasma entlassen, was bei Wärmerezeptoren Ca++-Kanäle in der Membran öffnet und zu einer Depolarisation führt. Ihr Arbeitsbereich liegt zwischen 5–10 °C und 45 °C. Bei Arthropoden sitzen die Kälte- und Wärmesensoren als einzelne Sinneszellen, verschwistert mit einem Hygro-, Mechano- oder Geruchsrezeptor, in der Basis porenloser Sensillen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Ashton FT, Li J, Schad AG (1999) Chemo- and thermosensory neurons: structure and function in animal parasitic nematodes. Vet Parasitol 84:297–316PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. Craig AD, Zhang ET, Blomqhist A (1999) A distinct thermo-receptive subregion of lamina I in nucleus caudalis of the owl monkey. J Comp Neurol 404:221–234PubMedCrossRefGoogle Scholar
  3. Mori I, Ohshina Y (1995) Neural regulation of thermotaxis in Caenorhabditis elegans. Nature 376:344–348PubMedCrossRefGoogle Scholar
  4. Newman EA, Hartline PH (1982) The infrared “vision” of snakes. Sci Amer 246 (3):98–107CrossRefGoogle Scholar
  5. Schmitz H, Bleckmann H, Mürtz M (1997) Infrared detection in a beetle. Nature 386:773–774CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  1. 1.Zoologisches InstitutUniversität MünchenMünchenGermany
  2. 2.Fachbereich Biologie — Zoologie —Universität MarburgMarburgGermany

Personalised recommendations