Proteine

Chapter

Zusammenfassung

Proteine kommen in großer Vielfalt in allen Zellen vor. Sehr zahlreich sind die Enzyme, die als substratspezifische Biokatalysatoren für den Metabolismus verantwortlich sind oder die dazu dienen, eine korrekte Faltung neu gebildeter Proteine zu katalysieren. Diese Faltungshelfer werden in zwei Klassen eingeteilt: Chaperone und Chaperonine (franz. chaperon, Anstandsdame; s. Abschn. 9.2, Abschn. 9.4). Strukturproteine zeigen keine enzymatische Aktivität, sind aber durch erhöhte Stabilität und die Fähigkeit ausgezeichnet, hoch geordnete Komplexe zu bilden, wodurch molekulare Fäden oder Röhrenstrukturen – Filamente bzw. Mikrotubuli – entstehen können. Strukturproteine und Enzyme liegen nicht nur intrazellulär, sondern auch extrazellulär vor. Schließlich dienen Rezeptorproteine der spezifischen Erkennung von Signalen. Die Signalerkennung, löst in der Zelle charakteristische Folgereaktionen aus, die schließlich zur zellulären Antwort führen. Translokatorproteine sind Membranproteine, die darauf spezialisiert sind, bestimmte Moleküle oder Ionen zu erkennen und sie durch Membranen zu schleusen. Motorproteine schließlich sind molekulare Kraftmaschinen, die chemische Energie in mechanische Arbeit überführen. Speicherproteine liegen in größeren Mengen in Samen, aber auch in vegetativen Speicherorganen und in kleineren Mengen in den meisten Zelltypen vor.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Weiterführende Literatur

  1. Alberts B, Johnson A, Lewis J, Raff M, Roberts KJ, Walter P (2011) Molekularbiologie der Zelle, 5. Aufl. Wiley-VCH, WeinheimGoogle Scholar
  2. Berg JM, Tymoczko JL, Stryer L (20013) Biochemie, 7. Aufl. Springer Spektrum, HeidelbergGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität Erlangen-NürnbergErlangenDeutschland

Personalised recommendations