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Cytologische Diagnose der gynäkologischen Carcinome

  • H. Runge
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie book series (VERH.GYNÄKOLOG., volume 29)

Zusammenfassung

Die Methode der exfoliativen Cytologie, welche Gegenstand dieses Referates sein soll, nimmt ihren Anfang mit dem von Papanixolaou erstmalig beschriebenen Vorgang der cyclischen Wandlungen des Vaginalepithels beim Nagetier, eine Erkenntnis, ohne welche die Entwicklung der modernen Hormonlehre nicht zu denken ist. Bei der Ausdehnung seiner Untersuchungen auf das Epithel der menschlichen Vagina mit dem Ziel, auch hier die funktionellen Veränderungen in Verbindung mit dem Ovarialcyclus darzustellen, konnte Papanicolaou zeigen, daß, wenn auch nicht mit der Eintönigkeit wie im Cyclus des Nagetieres, doch auch der Reifungsvorgang des Vaginalepithels bei der menschlichen Frau deutlich nachweisbar wird. In Abhängigkeit von der Oestrogeninkretion kommt es zur Hochschichtung und Reifung des Vaginalepithels. Gegen Ende der Proliferationsphase finden wir als Substrat dieses Vorganges im Vaginalsekret zahlreiche Epithelien mit rotgefärbtem eosinophilem Plasma und pyknotischem Kern. Mit dem Einsetzen der Corpus luteum-Wirkung liegen die Epithelien nicht mehr einzeln, sondern mehr in Gruppen und zeigen eine Aufrollung des Cytoplasmarandes. Neben diesen oberflächlichen Schichten erscheint nun auch bläulich gefärbtes noch nicht voll ausgereiftes Epithel mit etwas größeren Kernen im Abstrich. Die Menstruation wird charakterisiert durch zahlreiche abgestoßene Vaginalepithelien, Leukocyten und Erythrocyten, sowie Zellen des Endometriums. Den Abbau der oestrogenen Funktion in der Menopause können wir im Abstrichbild dadurch verfolgen, daß nun die reifen Zellen praktisch verschwinden und sich nur noch Zellen des basalen oder parabasalen Typs finden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • H. Runge
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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