Neurosekretion und Stress

  • P. Suomalainen
Conference paper

Zusammenfassung

Das von Selye dargestellte sog. allgemeine Adaptationssyndrom hat in der physiologischen und medizinischen Literatur immer hervorragendere Bedeutung erhalten. Experimentelle und klinische Beobachtungen haben gezeigt, daß der Organismus sich an Mikrobeninfektionen, Belastungen und Gewebsschäden in zweierlei Weise anpassen kann. Es können gewisse spezifische Adaptationsreaktionen vor sich gehen. Ein Beispiel hierfür sind die von vielen Krankheitserregern hervorgerufenen serologischen Gegenreaktionen. Der Organismus kann sich aber auch in unspezifischer Weise an den Zustand anpassen, der entsteht, wenn er belastet oder geschädigt wird, wenn er in Kälte oder Hitze kommt, wenn er im Hungerzustand gehalten wird, wenn man ihn mit einer gewissen Krankheit infiziert, ihm bestimmte Chemikalien injiziert oder Traumen zufügt. Alle diese unspezifischen Faktoren sind Stressoren, ihre Gesamtheit heißt Stress, und die Kombination der vom Stress hervorgerufenen unspezifischen Adaptationen ist das allgemeine Adaptationssyndrom (“general adaptation syndrome”) von Selye.Nach Selye ist diese Reaktion keineswegs durch die Qualität der Stressoren bedingt, sondern durch die individuelle Reaktionsweise und den Abwehrmechanismus des Organismus.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bargmann, W.: Das Zwischenhirn-Hypophysensystem. Berlin–Göttingen–Heidelberg 1954.CrossRefGoogle Scholar
  2. Bargmann, W.: Die funktionelle Morphologie der Hormonbildungsstätten. Klin. Wschr. 1955, 322–328.Google Scholar
  3. Benninghoff, A.: Kernschwellungen und Kernschrumpfungen.Anat.-Kongr. Bonn 1949.Google Scholar
  4. Scharrer, E.: Neurosecretion. In: Fifth Annual Report on Stress. H. Selye and G. Heuser, Eds. Montreal; Acta Inc. 1956. D. 185–192.Google Scholar
  5. Selye, H.: The stress concept in 1955. In: Fifth Annual Report on Stress. H. Selye and G. Heuser. Eds. Montreal: Acta Inc. 1956. p. 25–103.Google Scholar
  6. Stein, M., and I. A. Mirsky: The relation between anterior and posterior hypophysis and the hypothalamus in response to stress. In: Hypothalamic-Hypophysial Interrelationships. W. S. Fields, R. Guillemin and C. A. Carton. Eds. Springfield 1956, n. 58–73Google Scholar
  7. Suomalainen, P.: Further investigations on the physiology of hibernation. Proc. Finn. Acad. Sci. 1953, 131–144 (1954.)Google Scholar
  8. Suomalainen, P.: Hibernation, the natural hypothermia of mammals. Triangle 2. 227–233 (1956).Google Scholar
  9. Suomalainen, P. and P. Nyholm: Neurosecretion in the hibernating hedgehog. In: Bertil Hanström. Zoological Papers in Honour of his sixty-fifth Birthday November 20th, 1956, p. 269–277. Lund 1956.Google Scholar
  10. Suomalainen, P. and I. Suvanto: Studies on the physiology of hibernating hedgehog. I. The Body temperature. Ann. Acad. Sei. fenn. A 4, 20, 1–20 (1953).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • P. Suomalainen
    • 1
  1. 1.Zoologisches Institut der UniversitätHelsinkiFinnland

Personalised recommendations